Präsident Rohani: Iran wird keine Atomwaffen entwickeln

Rohani reist in der kommenden Woche zur Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York.

Irans neuer Präsident Hassan Rohani.
© EPA

Washington/New York – Der neue iranische Präsident Hassan Rohani (Rouhani) hat versichert, dass sein Land niemals Atomwaffen bauen werde. „Unter keinen Umständen würden wir nach Massenvernichtungswaffen streben, Atomwaffen eingeschlossen“, sagte Rohani in einem Interview mit dem US-Sender NBC am Mittwoch (Ortszeit). „Wir wollen einfach nur eine friedliche nukleare Technologie.“ Der Präsident lobte auch die „positive“ Herangehensweise von US-Präsident Barack Obama.

Er habe die volle Autorität, sich mit dem Westen über das umstrittene iranische Atomprogramm des Landes zu einigen, meinte Rohani weiter. „Wir haben ausreichenden politischen Spielraum, dieses Problem zu lösen“, sagte er.

Der Westen verdächtigt den Iran seit Jahren, ein militärisches Atomprogramm zu unterhalten. Teheran weist diese Vorwürfe zurück und betont, die Atomforschung allein zu zivilen Zwecken wie der Energiegewinnung zu betreiben. Verhandlungen haben bisher keine Annäherung gebracht. Viele Länder haben Wirtschafts-Sanktionen gegen den Iran verhängt.

Rohani reist in der kommenden Woche zur Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York, zu der auch US-Präsident Barack Obama erwartet wird. Ein Treffen von Obama und Rohani sei entgegen ausländischer Medienberichte nicht geplant, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Mittwoch. Carney, betonte, dass es Raum für eine diplomatische Lösung gebe. Man habe viel von Rohani darüber gehört, dass er die Beziehungen seines Landes zur internationalen Gemeinschaft verbessern wollte.

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Es war das erste Interview mit einem US-Sender, seitdem Rohani im Amt ist. Er verwies dabei darauf, dass er nach seinem Amtsantritt im August einen Brief von Obama erhalten habe. „Aus meiner Sicht ist der Ton des Briefs positiv und konstruktiv“, sagte Rohani. „Er könnte ein subtiler und kleiner Schritt für eine sehr wichtige Zukunft sein.“

Der als gemäßigt geltende Rohani war bei den Wahlen im Juni zum Nachfolger von Mahmoud Ahmadinejad bestimmt worden. Im Wahlkampf hatte er damit geworben, er wolle die unter internationalen Sanktionen leidende iranische Wirtschaft erneuern und die Spannungen mit dem Westen verringern. (APA/dpa/AFP/Reuters)


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