Boeing konnte Großauftrag für Dreamliner unter Dach und Fach bringen

Die Leasinggesellschaft ALC bestellt 33 Großversionen des Langstreckenfliegers.

Chicago – Der Airbus-Rivale Boeing hat einen vor drei Monaten in Aussicht gestellten Großauftrag für seinen pannengeplagten Dreamliner endgültig in der Tasche. Die Leasinggesellschaft ALC bestellt insgesamt 33 der leichten und damit besonders spritsparenden Langstreckenflieger und zwar in den größeren Ausführungen 787-9 und 787-10. Diese fassen bis zu 330 Passagiere statt maximal 250 in der bisher ausgelieferten Standardvariante 787-8.

Boeing verkündete den Auftrag am Mittwoch und damit nur einen Tag nach dem erfolgreichen Erstflug der 787-9, die ab Mitte kommenden Jahres ausgeliefert wird. Boeing und ALC hatten im Juni auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris das Geschäft angekündigt. Nach Listenpreisen ist die Bestellung 9,4 Milliarden Dollar wert (7 Mrd. Euro), wobei satte Rabatte in der Branche üblich sind.

Lufthansa bestellt Boeing und Airbus

Die Lufthansa wird Kreisen zufolge bei ihrer bevorstehenden Milliarden-Order auch bis zu 34 Boeing-Flugzeuge bestellen. Dabei gehe es um bis zu 20 feste Bestellungen und 14 Optionen für Maschinen von Typ 777-9x, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von mit der Sache vertrauten Personen erfuhr. Der Listenpreis für 34 Maschinen läge bei rund sieben Milliarden Dollar (5,24 Mrd. Euro).

Zuvor schon hatte Reuters aus Branchenkreisen erfahren, dass Lufthansa bei Airbus 20 bis 25 Maschinen von Typ A350-900s mit einem Listenpreis von ebenfalls sieben Milliarden Dollar ordern könnte. Die Lufthansa hat für Donnerstagvormittag zu einer Pressekonferenz über die Bestellung von neuen Langstrecken-Flugzeugen eingeladen. Am Mittwoch hatte der Aufsichtsrat unter anderem über die Neubestellungen debattiert. (APA/dpa/Reuters)

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