Blutspur „nicht menschlichen Ursprungs“, Taucher im Einsatz

Taucher suchen den Baggersee nach der vermissten 21-Jährigen ab. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so LKA-Leiter Walter Pupp. Traurige Gewissheit herrscht indes um jene beiden Frauen, nach denen in Bayern gesucht worden war.

(Symbolfoto)
© dpa/Andreas Gebert

Innsbruck – Im Fall der vermissten Larissa B. hat es am Donnerstag weiterhin keine Spur gegeben. Eine im Nahbereich des letzten bekannten Aufenthaltsortes der jungen Frau gefundene Blutspur ist einem Schnelltest des Landeskriminalamtes zufolge „nicht menschlichen Ursprungs“, erklärte LKA-Chef Walter Pupp: „Die Substanz geht aber noch an die Gerichtsmedizin zur genauen Abklärung.“ Nach wie vor gebe es aber keine Hinweise auf ein Motiv ihres Verschwindens, betonte der Kriminalist.

Taucher der Wasserrettung suchen indes den Baggersee ab. Es handle sich aber um eine reine Vorsichtsmaßnahme: „Es gibt keinen konkreten Hinweis. Wir wollen aber sichergehen, dass nicht doch im Baggersee oder in der Umgebung was passiert ist“, so Pupp.

Gerüchte in den Sozialen Netzwerken über ein Auto, das im Zusammenhang mit dem Verschwinden der 21-Jährigen stehen könnte, hätten keinen Wahrheitsgehalt. „Mit dem Auto hat es nichts auf sich“, so Pupp. „Auf Facebook gibt es relativ viele Hinweise, die wir überprüfen. Teilweise stimmen aber die Kennzeichen nicht. Die Gerüchte verbreiten sich in den Sozialen Netzwerken im Schneeballsystem“, so der Leiter des LKA Tirol.

Vermisste Frauen in Bayern tot gefunden

Im bayerischen Memmingen herrscht seit Mittwoch traurige Gewissheit für die Angehörigen einer 25-jährigen Einheimischen. Die Leiche der jungen Frau, die seit 9. September abgängig war, wurde von Wanderern in einem Waldstück entdeckt. Akribisch durchkämmte die Spurensischerung den Fundort, hieß es in einer Aussendung der bayerischen Polizei. Auch eine Rechtsmedizinerin aus München wurde hinzugezogen. Hinweise auf Fremdverschulden wurden nicht gefunden. Eine Obduktion am Donnerstag soll die genaue Todesursache klären.

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Einem Bericht der Allgäuer Onlineplattform all-in.de hat eine alpine Einsatzgruppe der Polizei am Donnerstag auch die Leiche einer vermissten Israelin bei Oberstdorf gefunden. Die junge Touristin war seit voriger Woche als abgängig gemeldet. Die Ermittler gehen von einem Alpinunfall aus. Mithilfe von Spürhunden und eines Hubschraubers fanden sie die Tote am Fellhorn.

Einen Zusammenhang zwischen den Fällen in Bayern und dem Verschwinden von Larissa B. sahen die Ermittler beider Länder bereits vor den Funden der beiden Toten nicht. Es habe natürlich Kontakt gegeben, man habe sich ausgetauscht. „Derzeit gibt es nur eine Parallele, nämlich, dass alle drei junge Frauen sind“, sagte Walter Pupp, Leiter des Tiroler Landeskriminalamts bereits am Mittwoch. Parallelen zwischen den Fällen wurden zuerst in deutschen Medien und später auch via Facebook und Co. verbreitet. (tt.com, APA)


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