Ein Kantersieg beim Jubiläum

Zuerst ein überzeugender 7:2-Erfolg gegen Fehervar, dann eine Uhr als Jubiläumspresent: Haie-Verteidiger Florian Stern hatte am Freitagabend in der Tiwag-Arena genügend Grund zum Feiern.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –HC Innsbruck gegen Fehervar. Eigentlich ein ganz normales Spiel der Erste-Bank-Eishockey-Liga (EBEL). Gestern erlebten die 1400 Fans in der Tiwag-Arena aber ein besonderes Match. Ein Grund dafür trägt die Nummer fünf am Rücken und absolvierte gegen die Ungarn sein 300. Spiel in der EBEL. Haie-Verteidiger Florian Stern feierte ein persönliches Jubiläum und erhielt nach dem Spiel vom Verein eine Uhr. Aber auch selbst beschenkte sich der Routinier – nämlich mit einer ganz starken Leistung am Eis.

Zum runden Jubiläum des 30-Jährigen passte dann auch das Ergebnis. Mit 7:2 schossen die Haie Fehervar aus der Halle. Auch etwas Besonderes, schließlich hat es so einen Triumph für die Naud-Truppe zuletzt zu Nationalliga-Zeiten gegeben.

Schon nach dem ersten Drittel lagen die Haie mit 3:1 in Front. Die Führung war nicht einmal unverdient. Vor allem weil die Naud-Truppe auf den Powerplay-Geschmack gekommen war. Zuerst nützte Luke Salazar eine Überzahl zum 1:0 (5.). Im zweiten Powerplay fälschte Stefan Pittl einen Schuss von Shane Sims ins Netz ab (8.).

Und weil’s so schön war, machten Patrick Mössmer und Co. auch vor dem Überzahlspiel der Ungarn keinen Halt. Lukas Jurik erzielte in Unterzahl (!) das 3:0. Dass auch Fehervar immer wieder gefährlich wurde (vor allem bei einem Pfostenkracher von Frank Banham, 10.), rückte erst einmal in den Hintergrund. Auch weil Haie-Goalie Adam Munro gegen seinen Ex-Klub wieder viel Sicherheit ausstrahlte. Den 1:3-Anschlusstreffer durch Csaba Kovacs (18.) konnte er aber dann nicht mehr verhindern.

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Drittel zwei gehörte zu Beginn den Gästen. Zuerst vergab Colton Yellow Horn einen Penalty. Danach präsentierte sich Munro bei einigen großartigen Paraden einmal mehr als Fels in der Brandung. An diesem Urteil änderte auch das 2:3 durch Andrew Saraurer, bei dem der Kanadier nicht unbedingt gut aussah, nichts mehr. Denn in der 33. Minute stellte Patrick Mössmer mit einem fulminanten Schuss ins Kreuzeck den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Kurz später riss auch bei Tyler Donati der Faden. Dem Kanadier gelang mit seinem ersten Saisontor sogar noch das 5:2.

Im Abschlussdrittel sorgten die Haie dann endgültig für Partsytimmung. Der bärenstarke Alex Höller (49.) und Justin Donati (50.) fixierten mit ihren Treffern den 7:2-Endstand. Das bedeutet den höchsten Sieg seit der Rückkehr in Österreichs höchste Eishockey-Liga. Wer hätte das gedacht?


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