Asfinag nahm zweite Röhre des A9-Gleinalmtunnels in Angriff

260 Mio. Euro fließen in Neubau und Sanierung der alten Weströhre - Wichtige Etappe zu Vollausbau der „Pyhrn“ bis 2019.

St. Michael - Die Asfinag hat am Samstag den Bau der zweiten Röhre des Gleinalmtunnels an der Pyhrnautobahn (A9) in der Steiermark offiziell in Angriff genommen. Gemeinsam mit dem kürzlich begonnenen Bau der Tunnelkette Klaus in Oberösterreich und der Fertigstellung des Bosrucktunnels wird die 260 Mio. Euro teure Baumaßnahme dafür sorgen, dass die A9 zwischen Voralpenkreuz und Spielfeld 2019 durchgängig voll ausgebaut befahrbar ist.

Der neue, rund 8,3 Kilometer lange Tunnel soll im Sommer 2017 für den Verkehr freigegeben werden. Danach wird die alte, 1978 eröffnete Röhre saniert bzw. technisch aufgerüstet, was bis Ende 2018 dauert. Die Planungen für die zweite Röhre laufen bereits seit 2011, mit dem am Samstag erfolgten feierlichen Tunnelanschlag werden sich die Baumaschinen in etwa drei Jahren durch Gneis und Schiefer graben.

Gemäß den Sicherheitsstandards werden Notrufnischen, befahrbare und begehbare Querschläge sowie Pannenbuchten eingerichtet. Nach Abschluss des Tiefbaus erfolgt die elektromaschinelle Ausrüstung etwa mit Videodetektion oder Thermoportal (Schwerfahrzeuge über 7,5 Tonnen dürfen mit überhitzten Reifen, Motoren oder Bremsen nicht in den Tunnel einfahren, Anm.). Den Zuschlag für das Baulos haben die ARGE Baufirma Östu-Stettin, Hinteregger Salzburg sowie Wayss und Freytag Ingenieurbau AG erhalten.

180 Mio. Euro werden in den Neubau der Oströhre, knapp 80 Mio. Euro in die Generalsanierung der alten Weströhre gesteckt. Die Gesamtkosten für den vierspurigen Vollausbau der A9 betragen 720 Mio. Euro, sagte Asfinag-Vorstand Alois Schedl. (APA)

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