5:2 gegen Dornbirn: Die Haie entdecken das Sieger-Gen

Die Haie schnuppern in der Erste Bank Eishockeyliga nach einem 5:2-Erfolg über Dornbirn weiter Höhenluft. Beim dritten Heimsieg in Serie stand dieses Mal ein starker Patrick Machreich im Tor.

Von Alex Gruber

Innsbruck – Als Tabellenfünfter, mit einem positiven Torverhältnis, dem Selbstvertrauen des 7:2-Sieges gegen Fehervar und als zweitbestes Powerplay-Team der Liga gingen die Innsbrucker Haie am Sonntag in das Westderby gegen Dornbirn. Beste Vorzeichen also, wenn man nicht gerade daran dachte, dass in der Vorsaison fünf von sechs Spielen gegen die „Gsis“ verloren gegangen waren. Quasi standesgemäß fiel die 1:0-Führung dann auch in Überzahl: Zunächst hatte Verteidiger Shane Sims die Scheibe zwar noch auf die Latte gehämmert, wenig später bewahrte Edeltechniker Tyler Donati vor Dornbirn-Goalie Adam Dennis aber die Ruhe und schlenzte die Scheibe ins Eck (4.).

Die Vorarlberger machten aber auch ordentlich Verkehr vor dem Haie-Gehäuse: Aber da stand dieses Mal statt Adam Munro Patrick Machreich bei seinem ersten Saisoneinsatz wie ein Fels in der Brandung. Beim 1:1 (10.) nach Pedevilla-Fehler war aber auch er machtlos. Es ging im ersten Abschnitt munter rauf und runter.

Im Mitteldrittel kam wieder der Donati-Faktor zum Tragen: Zunächst assistierten die kanadischen Zwillingsbrüder beim Führungstreffer von Kapitän Patrick Mössmer, danach servierte Tyler Justin die Scheibe aufs Blatt (3:1, 28.). 68 Sekunden später gab Lukas Jurik Dornbirn mit dem 4:1 den Rest, ein Torhütertausch bei den Gästen (David Madlener kam für Dennis) war die Folge. Bei den Haien war auf Machreich („man of the match“) weiter Verlass.

Nach einer Dornbirner Drangperiode zu Beginn des Schlussabschnittes machte Alex Höller nach Jurik-Zuspiel den Deckel (5:1, 49.) endgültig zu. Platz vier bleibt vorerst Lohn aller Mühen. „Wenn man seine Chance bekommt, will man sie auch nutzen. Es hat ganz gut funktioniert“, strahlte Machreich, nachdem die Fans die Haie Minuten nach Schlusspfiff noch einmal mit Sprechchören aufs Eis beordert hatten: „Wir sind jetzt mittendrin, spielen viel befreiter. Die Saison ist zwar noch jung, wir haben noch viel Arbeit, aber es ist ganz etwas anderes als letztes Jahr.“ Diese Haie machen Spaß.


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