Kroatische Flüchtlinge sollen ab Oktober Flüchtlingsstatus verlieren

Zagreb, Genf – Kroatische Flüchtlinge sollen im Oktober, 18 Jahre nach Ende des Jugoslawien-Kriegs (1991 bis 1995), ihren Status als Flüchtl...

Zagreb, Genf – Kroatische Flüchtlinge sollen im Oktober, 18 Jahre nach Ende des Jugoslawien-Kriegs (1991 bis 1995), ihren Status als Flüchtlinge verlieren. Das will das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) empfehlen, weil keine Verfolgung der Flüchtlinge mehr zu befürchten sei, wie die kroatische Zeitung „Vecernji list“ am Montag berichtete.

Die meisten kroatischen Flüchtlinge leben in den Nachbarstaaten, deren Staatsbürgerschaft sie zumeist auch haben - 41.000 in Serbien, 6700 in Bosnien und Herzegowina und etwa 600 in Montenegro. Etwa 4000 Flüchtlinge fanden in anderen Staaten Zuflucht, etwa in Österreich, Deutschland, Schweden oder Kanada.

Nach Angaben der Zeitung konnten kroatische Flüchtlinge im Ausland bis Ende August bei kroatischen Behörden um die Unterbringung im Rahmen des nationalen Unterbringungsprogramms ansuchen. Kroatien nimmt auch an einem regionalen Unterbringungsprogramm teil, gemeinsam mit Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro. Die Gesamtkosten für die Wohnversorgung belaufen sich laut dem kroatischen Außenministerium auf 584 Millionen Euro. (APA)

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