Richter soll bei Ehestreit in Italien über Tier-Fürsorge entscheiden

Rom – Im Fall einer Scheidung soll in Italien künftig ein Richter entscheiden, wer das Haustier anvertraut bekommen soll. Ein dementsprechen...

Rom – Im Fall einer Scheidung soll in Italien künftig ein Richter entscheiden, wer das Haustier anvertraut bekommen soll. Ein dementsprechender Gesetzesentwurf wurde dem Parlament in Rom von der ehemaligen Tourismusministerin und bekannten Tierschützerin Maria Vittoria Brambilla überreicht. Damit soll ein Streit zwischen Ehepartnern um das Fürsorgerecht von Hunden und Katzen vermieden werden. Sollte es zu keiner Einigung kommen, soll das Tier jenem Partner anvertraut werden, der dem Tier das höchste Maß an Wohlbefinden angedeihen ließ, heißt es im Entwurf.

Das Haustier kann auch beiden Partnern anvertraut werden. In diesem Fall sind beide je nach ihrem Einkommen für den Erhalt des Tiers zuständig. „Immer wieder gibt es Fälle, in denen Haustiere, die wahre Familienmitglieder sind, zum Streitobjekt werden. Wir wollen eine Lücke in der italienischen Gesetzgebung füllen und das Wohlbefinden der Tiere schützen“, betonte Brambilla. Ihr Gesetzentwurf sorgt für lebhafte Diskussionen. Jede zweite italienische Familie besitzt ein Haustier. (APA)


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