Apple hebt nach Rekord-Verkaufsstart der neuen iPhones Prognose an

Die neuen iPhone-Modelle haben einen Verkaufsrekord für Apple aufgestellt. Am ersten Wochenende seien neun Millionen Geräte verkauft worden, teilte der Konzern am Montag mit. Die vorherige Bestmarke gab es vor einem Jahr beim iPhone 5 mit fünf Millionen Geräten am ersten Wochenende.

Cupertino – Der US-Elektronikkonzern Apple hat nach einem Rekord-Verkaufsstart seiner zwei neuen iPhone-Modelle die Prognose für das laufende Geschäftsquartal angehoben. Von Juli bis Ende September rechne das Unternehmen nun mit einem Umsatz, der am oberen Ende der erwarteten 34 bis 37 Milliarden Dollar (25 bis 27 Milliarden Euro) liegen werde, teilte Apple am Montag mit. Der Gewinnanteil werde eher bei 37 als bei 36 Prozent liegen.

Nachfrage sei größer als das Angebot

Apple verkaufte binnen drei Tagen neun Millionen der neuen iPhones, wie das Unternehmen mitteilte. „Das ist der beste Verkaufsstart unserer Geschichte“, erklärte Apple-Chef Tim Cook. Die Nachfrage sei größer als das Angebot - viele Kunden müssten auf ihr neues iPhone warten, teilte Apple mit.

Seit Freitag sind die beiden neuen Modelle in weltweit elf Ländern auf dem Markt - das iPhone 5C in bunten Farben und viel Plastik und das edlere und teurere iPhone 5S mit Metallgehäuse in gold, silber oder grau. Das 5S hat einen schnelleren Prozessor, eine verbesserte Kamera und einen leistungsfähigeren Akku. Zudem wartet es mit einem Fingerabdruck-Sensor auf, der die Eingabe eines Passwortes ersetzen kann.

Chaos Computer Club knackt Apples Fingerabdruck-Sensor

Hacker des deutschen Chaos Computer Clubs (CCC) umgingen diese Sicherheitsfunktion bereits einen Tag nach dem Verkaufsstart, wie der CCC mitteilte. Dazu genügte den Hackern ein Fingerabdruck, den sie von einer Glasoberfläche abfotografierten, um einen „künstlichen Finger“ zu erzeugen. Mit diesem seien sie in der Lage gewesen, ein geschütztes iPhone 5S zu entsperren. Es sei „ziemlich einfach, auch für einen Laien“, sagte ein CCC-Sprecher am Montag.

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„Seit Jahren warnen wir immer wieder vor der Verwendung von Fingerabdrücken zur Zugriffssicherung“, erklärte der CCC. Fingerabdrücke hinterließen die Menschen überall, und es sei ein Kinderspiel, gefälschte Finger daraus zu erstellen.

Die US-Marktforschungsfirma Localytic zufolge wurde das iPhone 5S in den USA und in Japan viel öfter verkauft als das günstigere 5C. Das sei logisch, sagte Bernd Leger von Localytic: „Wer meint, er brauche gleich beim Verkaufsstart das neue Smartphone, der ist höchstwahrscheinlich ein Intensivnutzer, der immer das Neueste haben will.“ Noch sei unklar, ob sich das 5C dafür besser in ärmeren Ländern verkaufe. In den kommenden Tagen werde sich herausstellen, ob sich ein Muster herausschäle. (APA/AFP)


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