Heftiges Erdbeben in Pakistan: Mehr als 150 Tote befürchtet

Die US-Erdbebenwarte meldete eine Stärke des Bebens von 7,7. Leichte Erschütterungen waren auch in der indischen Hauptstadt Neu Delhi zu spüren.

Islamabad – Ein starkes Erdbeben in Pakistans dünn besiedelter Provinz Baluchistan hat zahlreiche Menschen das Leben gekostet. Ein Sprecher der paramilitärischen Grenztruppen (FC) gab die Zahl der Toten am Dienstagabend mit mindestens 80 an. Der Vizepräsident des Provinzparlaments, Mir Abdul Qadus, ging von mindestens 150 Todesopfern aus. Das Beben hatte nach Angaben des Geoforschungszentrums (GFZ) im deutschen Potsdam eine Stärke von 7,6. In dem am stärksten betroffenen Distrikt Awaran im Südwesten des Landes rief die Provinzregierung den Notstand aus.

Ein Militärsprecher sagte, Soldaten suchten in den Trümmern in Awaran nach Überlebenden. Hubschrauber lieferten Hilfsmittel in die Katastrophenregion und flögen Verletzte aus. Schlechtes Wetter behindere die Rettungsarbeiten. Die US-Erdbebenwarte (USGS) bezifferte die Stärke des Bebens auf 7,7. Das GFZ verortete die Tiefe des Epizentrums bei 42 Kilometern, die US-Erdbebenwarte bei nur 15 Kilometern unter der Erdoberfläche.

Im vergangenen April waren bei einem Erdbeben im iranisch-pakistanischen Grenzgebiet rund 30 Menschen in Baluchistan ums Leben gekommen. Im Oktober 2005 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 in der geteilten Region Kaschmir mehr als 86 000 Menschen in Pakistan und Indien ums Leben. Die meisten Opfer waren in Pakistan zu beklagen. Baluchistan ist die größte der vier Provinzen Pakistans, sie ist zugleich aber am dünnsten besiedelt. (APA/AFP)

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