Cilic täuschte Verletzung vor, um positiven Dopingtest zu vertuschen

Der Internationale Tennis-Verband (ITF) sieht es als erwiesen an, dass der Kroate in Wimbledon eine Knieverletzung vorschob, um einen positiven Dopingtest zu vertuschen.

London - Der frühere Weltranglisten-Neunte Marin Cilic hat im Juni in Wimbledon eine Knieverletzung vorgeschoben, um seinen positiven Dopingtest zu vertuschen. Das gab der Internationale Tennis-Verband (ITF) am Dienstag in der Urteilsbegründung bekannt. Der 24-jährige Kroate war vergangene Woche wegen Dopings mit dem Stimulanzmittel Nikethamid für neun Monate gesperrt worden, will aber vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) dagegen berufen.

Provisorische Sperre akzeptiert

Die positive Probe war am 1. Mai in München genommen worden, Cilic wurde davon laut ITF-Angaben am 11. Juni vor dem Wimbledon-Vorbereitungsturiner im Londoner Queen‘s Club in Kenntnis gesetzt. Der Kroate erreichte in Queen‘s das Finale, gewann dann auch seine erste Wimbledon-Runde. Danach zog sich Cilic auf Anraten seiner Anwälte, die sich für das Akzeptieren einer provisorischen Sperre aussprachen, vom Grand-Slam-Turnier zurück.

Cilic sprach damals von einem „ganz schwarzen Tag“ und führte Knieprobleme als Grund für seinen Rückzug an. Mehrere verletzungsbedingte Aufgaben hatten damals Diskussionen über die Qualität des Rasens im Tennis-Mekka ausgelöst - zumindest im Fall von Cilic waren sie unbegründet. (APA)


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