Weltgrößte Banken haben noch enormen Kapitalbedarf

Die Regulierer sprechen von einer Lücke in Höhe von schätzungsweise 115 Mrd. Euro.

Frankfurt/Basel - Die Kapitaldecke der weltgrößten Banken weist nach Berechnungen der Regulierer noch immer eine Lücke in dreistelliger Milliardenhöhe auf. Wie der Baseler Ausschuss, in dem die Regulierungsbehörden zusammengeschlossen sind, am Mittwoch mitteilte, fehlen den Großbanken noch schätzungsweise 115 Mrd. Euro um die künftig geltende Kernkapitalquote von 7 Prozent zu erfüllen.

Allerdings werde die Lücke kleiner, heißt es in dem Bericht. Ende vergangenen Jahres sei sie bereits um 83 Mrd. Euro niedriger gewesen als sechs Monate zuvor. Die neuen Eigenkapitalanforderungen, die in Reaktion auf die Probleme der Institute in der Krise erlassen wurden, werden schrittweise bis 2019 eingeführt. Im Vergleich zur Zeit vor der Krise fordern die Regulierer ab dann etwa drei mal soviel Eigenkapital von den Geldhäusern. Dieser Puffer dient als Sicherheit um im Krisenfall Verluste zu absorbieren. (APA/Reuters)


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