FPÖ: Vom Sperrbezirk bis zur Bettelmafia

Innsbruck – Nächste Woche ist Landtag und die Freiheitlichen können das Thema für die Aktuelle Stunde vorgeben. Die FPÖ will die Sicherheit ...

Innsbruck –Nächste Woche ist Landtag und die Freiheitlichen können das Thema für die Aktuelle Stunde vorgeben. Die FPÖ will die Sicherheit thematisiert wissen und die reicht bei den Blauen vom Sperrbezirk in Innsbruck bis hin zur „Drogen- und Bettelmafia“. Seit 1991 versuche er, in Innsbruck einen Sperrbezirk zu installieren, erklärte FP-Landtagsabgeordneter Rudi Federspiel am Freitag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Bisher sei man aber immer an den moralischen Bedenken der ÖVP gescheitert, legte FP-Parteichef Markus Abwerzger nach. „In einem Sperrbezirk könnten Prostitution und die Frauen besser kontrolliert werden.“ Den Freiheitlichen schwebt dafür die Innsbrucker Rossau vor. Fernab vom Wohngebiet, fernab von Schulen.

In der Partei trägt Federspiel den Namen „Mister Law & Order“, und den trägt er nicht ohne Grund. Erst unlängst habe er junge Drogendealer vom Landhausplatz verjagt. „Jetzt haben wir einen ehemaligen Innenminister als Landeshauptmann und der tut nichts dagegen“, spielte Federspiel auf Günther Platter an. Die Kriminalstatistik hält Abwerzger für beschönigt. „Innsbruck ist eine sichere Stadt – diese Aussage kommt immer von der Polizei.“ Tatsächlich gebe es viele ungeklärte Mordfälle. Abwerz­ger ist im Brotberuf Anwalt.

Sein „Leibthema“ will der derzeitige Klubobmann der FPÖ, Gerald Hauser, in den Landtag bringen. Nicht mehr der Aufsichtsrat, sondern die Vollversammlung möge das Tourismusbudget der Verbände beschließen. Dementsprechend solle das Tourismusgesetz abgeändert werden.

Hausers Tage als Klubobmann könnten gezählt sein. Er rittert bei den Nationalratswahlen um ein Mandat. Derzeit hat die FP-Tirol zwei Abgeordnete. Spitzenkandidat ist Peter Wurm. Geht Hauser nach Wien, rückt AK-Kammerrat Heribert Mariacher nach. (aheu)


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