Zahl der Toten stieg auf über 350 – Hubschrauber beschossen

Die Gegend ist eine Hochburg separatistischer Rebellen.

Islamabad – Extremisten haben einen Hubschrauber mit dem Chef der nationalen Katastrophenbehörde (NDMA) auf dem Weg ins Erdbebengebiet im Südwesten Pakistans mit Raketen beschossen. Die beiden Projektile hätten den Helikopter am Donnerstag verfehlt, sagte der Sprecher der paramilitärischen Grenztruppen in der Provinz Baluchistan, Khan Wasseh. Niemand sei zu Schaden gekommen.

Neben dem NDMA-Vorsitzenden, Generalmajor Saeed Aleem, sei auch der Armeekommandeur für die Provinz an Bord gewesen, sagte Wasseh. Sie seien auf dem Weg in den am schwersten von dem Beben betroffenen Distrikt Awaran gewesen. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Die Gegend ist aber eine Hochburg separatistischer Rebellen.

Die Zahl der Toten des Erbebens vom Dienstag stieg unterdessen auf mindestens 355. Die meisten Opfer seien in Awaran zu beklagen gewesen, sagte der Sprecher der Provinzregierung, Jan Muhammed Buledi. „Diese Zahl kann noch steigen, weil wir immer noch auf Berichte aus entlegenen Gebieten warten.“ Mehr als 800 Menschen seien bei dem Beben der Stärke 7,7 verletzt worden.

An den Rettungsarbeiten seien rund 1000 Soldaten beteiligt, sagte Buledi. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden mehr als 20.000 Häuser zerstört oder beschädigt. Die Erdstöße in Baluchistan waren so stark, dass sie noch bis in die rund 1200 Kilometer entfernte indische Hauptstadt Neu Delhi zu spüren waren. (dpa)

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