Panama verhängte Millionenstrafe wegen nordkoreanischem Frachter

Die „Chong Chon Gang“ hatte kubanisches Kriegsmaterial geladen und war auf dem Weg nach Nordkorea. Auf die Eigner des Schiffes kommt nun eine Millionen-Strafe zu.

Panama-Stadt - Die Verwaltung des Panamakanals hat eine Strafe von einer Million US-Dollar (740.000 Euro) gegen die Eigner des nordkoreanischen Frachters „Chong Chon Gang“ verhängt. Das Schiff war Mitte Juli mit kubanischem Kriegsgerät an Bord in Panama gestoppt worden. Die Besatzung hatte gegen die Geschäftsbedingungen des Kanals verstoßen, weil die Waffen nicht deklariert waren. Der Strafbescheid sei dem lokalen Repräsentanten der Eigner zugestellt worden, sagte am Donnerstag der Geschäftsführer des Kanals, Jorge Quijano.

Die „Chong Chon Gang“ hatte zwei Luftabwehrsysteme, Raketenteile, zwei Flugzeuge des Typs MiG-21, 15 Jet-Triebwerke sowie panzerbrechende Munition aus Kuba geladen. Nach Angaben der Regierung in Havanna sollte das veraltete Material in Nordkorea repariert und dann wieder zurückgeschickt werden. Waffenlieferungen nach Nordkorea sind nach einer Resolution der Vereinten Nationen untersagt. Im August untersuchten UN-Inspektoren die Ladung und verhörten die Besatzung. (APA/dpa)

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