Emotionen kochten auf Facebook hoch

In den sozialen Netzwerken kann jeder nachlesen, wie stark der Fall Larissa die Tiroler bewegt.

Am Freitag wurde die Facebook-Seite "RIP Larissa B" erstellt.
© Screenshot:www.facebook.com

Innsbruck – Erst keimte die Hoffnung noch mal auf. Nachdem die Polizei Freitagfrüh bekannt gab, dass sie in einer Pressekonferenz über neue Entwicklungen berichten werde, meldete sich einer nach dem anderen, der die Daumen für Larissa drückte. „Hoffentlich eine gute Nachricht!“ hieß es nicht nur einmal. Wenn auch gleich so mancher die Hoffnung dämpfte und meinte, wenn sie wohl gefunden worden wäre, gäbe es die gute Nachricht bereits. Und diese Personen behielten recht.

Damit schlug die Stimmung nach der Veröffentlichung gleich in Entsetzen um, - „waaaas“, „bitte nit“ wollte es erst keiner glauben. Doch dann prasseln sogleich Schimpfwörter in Richtung des Freundes, der laut Polizei gestanden hat, Larissa erdrosselt zu haben. Dazwischen mischen sich laufend die Beileidsbekundungen an die Familie. Virtuelle Kerzen werden angezündet, eigene Rest in Peace (R.I.P.) Gruppen für Larissa eröffnet.

Eine Aussage findet sich auch mehrfach unter den Hunderten Kommentaren. Nämlich: „Ich habe es mir gleich gedacht“, inklusive Fragen Richtung Ermittlungsarbeit: Warum wurde es jetzt aufgedeckt? Warum wurde der Freund nicht eher näher untersucht? Und warum hat sich der Pannenfahrer nicht gemeldet, der den Freund um 5 Uhr in der Früh am Inn aus der Sandbank zog? LKA-Chef Walter Pupp sagte bei der Pressekonferenz es hätte für die Polizei keinen Anlass gegeben, Pannendienste zu überprüfen:

Fragen über Fragen. Nur eines eint alle Kommentatoren: Ihnen geht das Schicksal von Larissa sehr nahe.

Am Freitagabend versammelten sich rund 200 Trauernde, darunter viele Jugendliche, am Reuttener Kirchplatz. Sie zündeten Kerzen an und schwiegen. (mir)

Trauer um Larissa B. am Reuttener Kirchplatz. Spontan versammelten sich am Freitagabend 200 Jugendliche.
© TT/Mittermayr Helmut

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