Auszählung der letzten Wahlkarten, SVP warnt ÖVP vor Rechtsruck

Das vorläufige Endergebnis steht fest: Die SPÖ verteidigt trotz Verlusten Platz eins (27,1 Prozent), die ÖVP (23,8) bleibt vor der FPÖ (21,4) zweitstärkste Kraft. Zugewinne gibt es auch für die Grünen (11,5), das Team Stronach (5,8) bleibt unter den Erwartungen. Das BZÖ (3,6) fliegt aus dem Nationalrat, dafür gelingt den NEOS (4,8) der Sprung ins Parlament.

Die zukünftige NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger.
© APA

Live-Blog zur Nationalratswahl

Wie geht es am Montag weiter?

22:22 Uhr

Nach der geschlagenen Wahl beraten die meisten Parlamentsparteien am Montag das Ergebnis und die weitere Vorgangsweise. Nur die FPÖ und die Grünen haben sich einen freien Tag verordnet. Zudem bringt der Montag voraussichtlich in den Abendstunden ein weiteres vorläufiges Endergebnis, wenn nämlich die Briefwahl-Stimmen ausgezählt worden sind.Das SPÖ-Bundesparteipräsidium tritt um 11.00 Uhr im Parlament zusammen, um 17.00 Uhr tagt der ÖVP-Vorstand in der Parteizentrale. Das Team Stronach hat sich für 10.00 eine Sitzung vorgenommen, verrät allerdings nicht, wo. Und auch der NEOS-Vorstand der Vorstand der Wahlplattform von NEOS und LIF tagen am Vormittag.

Die FPÖ dagegen bleibt bei ihrem Prinzip des "blauen Montags" treu und wird erst später zusammentreten - ebenso wie die Grünen, die am Montag "politikfrei" machen und am Dienstag einen Bundesvorstand abhalten. Das BZÖ nennt noch gar keinen genauen Termin für ein Treffen des Bündnisteams - "im Laufe der Woche" soll die weitere Zukunft der Orangen, die den Wiedereinzug in den Nationalrats verpasst haben, besprochen werden.

TT Online liefert ab Montag früh Kommentare, Analysen und einen Liver-Ticker über die weiteren aktuellen Entwicklungen.

Wählerstromanalyse

22:15 Uhr

Die größte Wählerwanderung hat bei der Nationalratswahl am Sonntag von der SPÖ zu den Nichtwählern stattgefunden, sowie vom BZÖ zur FPÖ. Das zeigt die SORA-Wählerstromanalyse für den ORF, aus der auch ersichtlich wird, wo das Team Stronach und die NEOS ihre Unterstützer gefunden haben: Das Team Stronach vorwiegend beim BZÖ, die NEOS bei ÖVP und Grünen. Das BZÖ konnte nur noch zwölf Prozent seiner Wähler von 2008 erneut an sich binden. Ein Überblick:Die SPÖ hat am Sonntag 72 Prozent ihrer Wähler halten können, das ist (nach der ÖVP) der zweitbeste Wert aller Parteien. 173.000 SP-Wähler von 2008 haben diesmal allerdings nicht gewählt, im Gegenzug konnten die Sozialdemokraten nur 25.000 Nichtwähler gewinnen. An die FPÖ hat die SPÖ netto 11.000 Wähler verloren, an die Grünen 20.000. Vom Zusammenbruch des BZÖ hat auch die SPÖ profitiert und netto 40.000 Stimmen gewonnen.Die ÖVP hat mit 73 Prozent die höchste Behaltequote der Parteien. An die Nichtwähler hat die ÖVP 79.000 Stimmen verloren, im Gegenzug haben 27.000 Nichtwähler von 2008 diesmal ihr Kreuz bei der Volkspartei gemacht. Zweitgrößte Wählerwanderung bei der ÖVP war jene zu den NEOS: 61.000 ÖVP-Wähler von 2008 machten diesmal ihr Kreuz bei der liberalen Neupartei.Die FPÖ hat 69 Prozent ihrer Wähler von 2008 auch diesmal wieder an sich binden können, zusätzlich hat auch ein Drittel der damaligen BZÖ-Wähler (173.000) diesmal ihr Kreuz bei den Blauen gemacht. Im Gegenzug hat die FPÖ nur 18.000 Stimmen an die Orangen verloren. An die Nichtwähler hat die FPÖ netto 27.000 Stimmen verloren, von der SPÖ 11.000 gewonnen.Die Grünen konnten am Sonntag 63 Prozent ihrer Wähler von vor fünf Jahren behalten. Die größte Wählerwanderung fand hier zu den NEOS statt, bei denen diesmal 57.000 Grüne von 2008 ihr Kreuz machten. An die Nichtwähler verloren die Grünen netto 21.000 Stimmen, dafür konnten sie 33.000 Stimmen von der ÖVP und 20.000 von der SPÖ gewinnen.TEAM STRONACH: Das erstmals bei einer Wahl angetretene Team Stronach konnte am Sonntag 68.000 frühere BZÖ-Wähler überzeugen. Jeweils über 40.000 Stimmen kamen von SPÖ, ÖVP und FPÖ. Außerdem haben 29.000 Nichtwähler von 2008 diesmal das Team Stronach gewählt.NEOS: Ebenfalls erstmals angetreten sind die NEOS. Sie haben neben den Zugewinnen von ÖVP (61.000) und Grünen (57.000) auch jeweils um die 20.000 Wähler mobilisieren, die zuletzt SPÖ, FPÖ und BZÖ gewählt hatten. 24.000 Nichtwähler von 2008 votierten laut SORA diesmal für die Pinken.

ÖVP in Tirol entgegen dem Bundestrend

22:14 Uhr

Mit einem Plus von 1,26 Prozent bleibt die ÖVP in Tirol klar auf Platz eins. Vor allem im Oberland gab es für die Volkspartei ein deutliches Plus. Im Bezirk Landeck wurden Zugewinne von 3,5 Prozentpunkten auf 43,7 Prozent erreicht, im Bezirk Reutte gab es gar ein Plus von 4,9 Prozentpunkten auf 40,7 Prozent.In den anderen Bundesländern, in denen die ÖVP 2008 die Stimmenmehrheit erringen konnte (Vorarlberg, Salzburg und Niederösterreich), gab es zum Teil deutliche Verluste.Als ÖVP-Hochburgen in Tirol erwiesen sich die Gemeinden Jungholz (86,5 Prozent, plus 6,9 Prozentpunkte), Gramais (85,2 Prozent, plus 20,3 Prozentpunkte) und Hinterhornbach (78,7 Prozent, plus 15 Prozentpunkte), die größten Verluste fuhr die Volkspartei in der kleinen Gemeinde Kaisers (46,5 Prozent, minus 30,2 Prozentpunkte) ein.Alle Detailergebnisse aus den Bezirken und Gemeinden finden Sie hier: http://go.tt.com/16BU2vZ

Spindelegger will "trotzdem" feiern

21:54 Uhr

Die ÖVP und ihr Parteichef Michael Spindelegger wollten am Sonntagabend "trotzdem feiern", zwar nicht das Wahlergebnis, aber die "Bewegung", die in den vergangenen Wochen in Gang gesetzt worden sei, das erklärte der Kanzlerkandidat auf der Bühne im Partyzelt vor der Parteizentrale in der Lichtenfelsgasse. Dabei bekräftigte er auch, dass er sich "nicht gleich morgen" auf eine Neuauflage der Großen Koalition festlegen wolle - daraufhin brandete tosender Applaus auf. Unter den Gratulanten war dann am späteren Abend auch der niederösterreichische Parteichef Erwin Pröll.In seiner Ansprache hielt Spindelegger fest, dass die nächste Regierung "so nicht weitergehen kann". Die ÖVP stehe für "konstruktive Gespräche" zur Verfügung. Man werde sich aber "nicht morgen festlegen, auf eine Neuauflage. Das möchte ich nicht." Aus dem heutigen Tag leite er jedenfalls ab: "Nur ja nicht den Kopf hängen lassen." Die Partei habe "gekämpft wie ein Löwe", er selbst voran. Man habe einen "tollen Wahlkampf" geführt.Jetzt werde Bundespräsident Heinz Fischer die stärkste Kraft mit der Regierungsbildung beauftragen. Die ÖVP werde sehen, was die SPÖ anbiete. "Wir bleiben die Alten", im Sinne einer Volkspartei, die für die Bürger da ist, so Spindelegger. Er gehe jedenfalls "mit aufrechtem Gang in Gespräche". Die ÖVP solle "trotzdem feiern": "Auf geht's. Ja, es ist noch nicht am Ende", betonte der Parteiobmann.

Tristesse beim BZÖ-"Wahlfest"

21:38 Uhr

Beim BZÖ-Wahlfest herrschte angesichts des laut dem vorläufigen Endergebnis verpassten Wiedereinzugs in den Nationalrat getrübte Stimmung. Nur eine kleine Runde an Unterstützern war in die Cocktailbar "Grande" in der Josefstädter Straße gekommen. Obmann Josef Bucher nahm nicht teil, er war am Sonntagabend bereits am Weg nach Kärnten.

SPÖ verliert Stimmenmehrheit in drei Tiroler Bezirkshauptstädten

21:25 Uhr

Die SPÖ hat in vielen Tiroler Gemeinden weiter deutlich an Boden verloren. Die deutlichsten Verluste gab es dabei in Spiss (- 6,4 Prozent), im Sellrain (- 5,7) und St. Jakob in Haus (-5,0).Aber auch mehrere große Bastionen sind gefallen. So verlor die SPÖ mit Landeck (-0,25), Reutte (-1,2) und Schwaz (-0,25) gleich drei Bezirkshauptstädte an die ÖVP. Ein großes Erfolgserlebnis gab es lediglich in Lienz. Dort konnte Rot Zugewinne von 4,5 Prozent für sich verbuchen und überholte die ÖVP (-2). Hier dürfte der Bürgermeisterinnenbonus (Blanik) zum Tragen gekommen sein.Die größten Zuwächse gab es für die SPÖ überhaupt in Osttirol: Genauer in den Gemeinden Leisach (24,41 Prozent, plus 6,4 Prozentpunkte), Amlach (19 Prozent, plus 6,1 Prozentpunkte) und Iselsberg-Stronach (17,9 Prozent, plus 5,7 Prozentpunkte).

Wahlbeteiligung auf Tiefststand

21:17 Uhr

Die Wahlbeteiligung ist bei der heutigen Nationalratswahl auf den tiefsten Stand der Zweiten Republik gefallen - daran können auch die Briefwahl- und sonstigen Wahlkartenwähler nichts ändern, deren Stimmen erst Montag bzw. am Donnerstag ausgezählt werden. Am Wahlsonntag wurden im vorläufigen Endergebnis 65,91 Prozent ausgewiesen. Mit den noch offenen Stimmen wird man letztlich - laut den Hochrechnungen - auf rund 74 Prozent kommen.Das sind immer noch deutlich weniger als die 78,81 Prozent des Jahres 2008. Damals hatte die Beteiligung sogar ein wenig zugelegt. Seit der Wahl 2006 liegt die Beteiligung unter der 80-Prozent-Marke. 2008 wurde die Briefwahl eingeführt, aber auch sie konnte, wie man jetzt sieht, das Schwinden des Interesses an den Urnengängen nicht wirklich stoppen.

Grüne wiederholen Triumph in Innsbruck

21:06 Uhr

Wie schon bei der Tiroler Landtagswahl im April, haben die Grünen die Stimmenmehrheit in Innsbruck errungen. Mit 22,5 Prozent überholte die Partei um Georg Willi sowohl SPÖ als auch ÖVP, die 2008 die Nase vorne hatten. Rot (20,7 Prozent) und Schwarz (20,4) liegen in Innsbruck fast gleichauf. Nicht weit dahinter rangiert die FPÖ mit 19,4 Prozent. Ein beachtliches Ergebnis erreichten die NEOS mit 7,5 Prozent. Stronach blieb mit 4,7 Prozent in Innsbruck klar unter dem Bundesschnitt. Das BZÖ (2,4) stürzte auch in der Landeshauptstadt deutlich ab.Neben Innsbruck konnten die Grünen noch eine zweite Gemeinde erobern: In Zirl erreichte die Partei Zugewinne von 7,2 Prozent und liegt nun 0,6 Prozent vor der ÖVP.Alle Detailergebnisse aus Bezirken und Gemeinden gibt es in unserer Wahlgrafik: http://go.tt.com/16BU2vZ

FPÖ zweitstärkste Kraft in Tirol

20:53 Uhr

Laut dem vorläufigen Endergebnis hat die FPÖ den zweiten Platz in Tirol noch vor der SPÖ errungen. Mehr zum Tirol-Ergebnis hier: http://go.tt.com/18BVHOb

20:41 Uhr

Das Innenministerium hat das vorläufige Endergebnis veröffentlicht. Darin enthalten sind noch NICHT die Wahlkarten und Briefwahlstimmen:

SPÖ: 27,1 % (-2,2)

ÖVP: 23,8% (-2,2)

FPÖ: 21,4% (+3,2)

Grüne: 11,5% (+1,)

Team Stronach: 5,8%

NEOS: 4,8%

BZÖ: 3,6% (-7,1)

Mandatsverteilung:

SPÖ: 53 (-4)

ÖVP: 46 (-5)

FPÖ: 42 (+8)

Grüne: 22 (+2)

Team Stronach: 11

NEOS: 9

Die wahlkreisfremden Wahlkarten werden am Donnerstag ausgezählt, die Briefwahlstimmen am Montag. Beide können das Ergebnis noch geringfügig beeinflussen. Bei den Mandaten werden laut Briefwahlprognosen von SORA/ORF und ARGE Wahlen auch noch Mandate zwischen den Parteien wandern.

Unterland erlebt „Blaues Wunder“

20:39 Uhr

Nicht nur die Steiermark hat am Wahltag ihr „Blaues Wunder“ erlebt. Auch in mehreren Tiroler Gemeinden katapultierte sich die FPÖ am Sonntag an die Spitze. Vor allem im Unterland gab es massive Stimmenzuwächse. In Wörgl legten die Freiheitlichen um 6,1 Prozent zu in Radfeld gar um 8,7 Prozent. Langkampfen (+4,7), Jenbach (+3,6) und Buch bei Jenbach (+4,2) färbten sich ebenfalls blau. In der Stadtgemeinde Kufstein konnte die FPÖ ihr starkes Ergebnis (25 Prozent) von 2008 behaupten.Mit Wattens, Telfs und Polling gibt es auch im Bezirk Innsbruck-Land drei Gemeinden in denen die FPÖ stimmenstärkste Partei wurde.

Die Wahlmotive

20:19 Uhr

Meinungsforschungsinstitute haben im Vorfeld erhoben, warum Wähler bei dieser oder jener Partei ihr Kreuzerl machen. Die Wahlmotive im Überblick: http://go.tt.com/15D6L0D

Vorläufiges Endergebnis Tirol

20:14 Uhr

SPÖ 18,5 (+0,5)

ÖVP 32,4 (+1,3)

FPÖ 20,2 (+3,2)

Grüne 14,1 (+3,0)

Team Stronach 5,7

NEOS 4,7

BZÖ 3,1 (-6,6)

Pirat 0,7

KPÖ 0,6 (+0,1)

Wahlbeteiligung: 60 Prozent (2008: 70,1)

Faymann will mit ÖVP reden, für Spindelegger ist "alles möglich"

20:09 Uhr

SPÖ-Chef Werner Faymann:

Ich bin dankbar für diesen Vertrauensvorschuss. Der erste Platz ist nicht selbstverständlich. Was wir im Wahlkampf gesagt haben, das gilt auch nach der Wahl: nämlich eine stabile Regierung für dieses Land zu bilden, ohne FPÖ. Erster Ansprechpartner ist ÖVP-Chef Michael Spindelegger.“

ÖVP-Chef Michael Spindelegger:

Die Wahl ist ein Denkzettel für die Parteien der Großen Koalition. So wie bisher kann es nicht weitergehen. Es muss sich grundlegend was ändern. Wir müssen Projekte aufstellen, wie man Österreich weiterentwickelt, Ziele entwerfen - und das vielleicht auch mit mehreren Parteien. Wie es insgesamt weitergeht, muss man bei den Verhandlungen sehen. Mit der SPÖ als stärkster Partei werden Gespräche stattfinden, denen ich nicht vorgreifen will. Ich sage weder ja noch nein - wir werden einmal verhandeln."

Konkret nach einer möglichen Koalition mit der FPÖ sowie dem Team Stronach bzw. NEOS gefragt, erklärte Spindelegger:

Ich habe vor der Wahl keine Partei dezidiert ausgeschlossen, und werde das auch jetzt nicht tun. Nur liegt es aber nicht an mir, eine Regierung zu bilden, sondern an Werner Faymann."

ÖVP-Minister stärken Spindelegger den Rücken

19:54 Uhr

Auch wenn die ÖVP ihr Wahlziel verfehlt hat, stimmenstärkste Partei zu werden, stärken Berlakovich, Karl und Co. Spindelegger den Rücken. Mehr dazu hier: http://go.tt.com/16C5Azj

Bundespräsident für SPÖ-ÖVP-Koalition

19:48 Uhr

Bundespräsident Heinz Fischer hat am Wahlabend seinen Wunsch nach einer Neuauflage der Großen Koalition bekräftigt. "Ich halte Spitzenpolitiker für lernfähig", sagte er im ORF. Und er hoffe auch, dass sich "die Rahmenbedingungen vielleicht verändern und hoffentlich vielleicht verbessern könnten". Kommende Woche will er mit den Parteispitzen das Gespräch suchen, sagte er.

Reaktionen

19:44 Uhr

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hat das ÖVP-Ergebnis als "ziemlich durchwachsen" analysiert. Die Große Koalition sei vom Wähler "gerade noch akzeptiert" worden. Pröll sah allerdings einen "enorm lauten Warnschuss" dahin gehend, dass es künftig einer anderen Modalität bedürfe: "Weg von Zank und Hader hin zu partnerschaftlicher Regierungsarbeit".Er habe sich in der abgelaufenen Legislaturperiode manchmal gefragt, warum nicht Fragen abgeklärt und dann gemeinsam präsentiert worden seien, meinte Pröll und zog einen Vergleich: Eine Ehe, in der ständig gestritten wird, wird irgendwann auseinandergehen. Im Fall der Koalition müsse der Erste die Hand reichen, er sei für den gemeinsamen Weg verantwortlich. Pröll betonte zugleich seine Präferenz einer Großen Koalition, allein schon deshalb, weil es zu dritt noch schwieriger werde, zu regieren.

Hochrechnung SORA/ORF (19.30 Uhr)

19:33 Uhr

Auszählungsgrad: 97,3%

SPÖ: 26,6% (-2,7)

ÖVP: 24,0% (-2,0)

FPÖ: 20,7% (+3,2)

Grüne: 12,2% (+1,8)

Team Stronach: 5,8%

NEOS: 5,2%

BZÖ: 3,6% (-7,1)

Sonstige: 2,0%

Mandatsverteilung:

SPÖ: 52 (-5)

ÖVP: 47 (-4)

FPÖ: 40 (+2)

Grüne: 23 (+3)

Team Stronach: 11

NEOS: 10

Glawischnig: "Hätte mir mehr erhofft"

19:30 Uhr

Eva Glawischnig hätte sich "mehr erhofft". Was die Grünen-Chefin sonst noch zu sagen hatte, lesen Sie hier: http://go.tt.com/1bkdi2V

Bucher schließt Rücktritt nicht aus

19:27 Uhr

BZÖ-Parteichef Josef Bucher hat die Niederlage des BZÖ eingestanden, "es hat leider nicht gereicht oder zumindest wird es äußerst knapp und schwierig", sagte er als er in der BZÖ-Zentrale eintraf:

Ich übernehme die volle Verantwortung für das Ergebnis. Es tut mir persönlich leid, dass wir nicht mehr Prozente erreicht haben."

Er schließe einen Rücktritt nicht aus, eine Entscheidung wolle er aber zuerst seinem engsten Umfeld mitteilen. Am Mittwoch werde er eine Sitzung einberufen, um zu entscheiden, wie es mit ihm und dem BZÖ weitergeht. Es seien Fehler passiert, gestand er. "Verantwortlich dafür bin ich."Bucher zeigte sich überzeugt, dass das BZÖ eine Zukunft habe: "Es wird das BZÖ aus meiner Sicht immer geben." Wahrscheinlich würden die Jungen das Ruder übernehmen, sagte er. Die Entscheidung wie er sich seine Zukunft vorstelle, werde er alleine treffen. Seine Worte wurden mit großem Applaus quittiert. Er bedankte sich bei seinen Mitstreitern, deren Einsatz "grandios" gewesen sei.

Wahlgrafik und Zusammenfassung

19:27 Uhr

Noch einmal der Hinweis auf unsere Wahlgrafik. Dort finden Sie alle Ergebnisse im Detail (Bundesländer, Bezirke, Gemeinden).

Piraten gehen unter

19:22 Uhr

Fast untergegangen ist, dass auch die Piraten zur NR-Wahl angetreten sind. Spitzenkandidat Bernhard Hayden ist "ein bissl enttäuscht" über das schwache Abschneiden: http://go.tt.com/1eRQvfj

Stronach will Mandat annehmen

19:22 Uhr

Nicht unbedingt euphorisch hat Frank Stronach das Abschneiden seiner Partei kommentiert:

Es ist, wie es ist. Wir sind im Parlament. Die Tür ist jetzt offen."

Sein Mandat werde er annehmen, versicherte er. Keine deutlichen Antworten gab es auf Fragen nach einer Regierungsbeteiligung oder nach personellen Konsequenzen im Team Stronach. "Ich bin zufrieden", er weiter, dennoch hätte er sich das Ergebnis "etwas anders" erwartet. Auf die Frage, ob man das Ziel, die Mehrheit von SPÖ und ÖVP zu brechen, verfehlt habe, meinte er, dies sei kein dezidiertes Ziel, sondern Hoffnung gewesen.

Zur Frage, ob das Team Stronach sich eine Regierungsbeteiligung vorstellen könne, meinte Stronach: "Wir haben gewissen Prinzipien." Bezüglich personeller Konsequenzen müsse man immer darüber nachdenken, ob ein jeder am richtigen Platz sitze. Doch so etwas müsse man sachlich bereden, so Stronach, ohne Namen zu nennen. "Wir schießen nicht aus der Hüfte."

Vorläufiges Ergebnis für Tirol

19:12 Uhr

Tirol-Ergebnis (19 Uhr)SPÖ 18,2 (+0,2)ÖVP 34,6 (+3,5) FPÖ 20,3 (+3,3)Grüne 12,3 (+1,2)Team Stronach 5,9NEOS 4,1BZÖ 3,2 (-9,7)

Hochrechnung SORA/ORF (19 Uhr)

19:03 Uhr

SPÖ: 27,1% (-2,2)

ÖVP: 23,8% (-2,2)

FPÖ: 21,4% (+3,9)

Grüne: 11,4 (+1,0)

Team Stronach: 5,8%

NEOS: 4,8%

BZÖ: 3,6% (-7,1)

Sonstige: 2,0%

Mandatsverteilung:

SPÖ: 53 (-4)

ÖVP: 46 (-5)

FPÖ: 42 (+4)

Grüne: 22 (+2)

Team Stronach: 11 (+6)

NEOS: 9 (+9)

Auszählungsgrad: 92,5%

Tirol-Ergebnis

19:01 Uhr

In Tirol hat die ÖVP laut Landeshauptmann Günther Platter "ein respektables Ergebnis" erzielt. Am meisten konnten die Grünen und die FPÖ zulegen. Ein Desaster gab es für das BZÖ. Mehr zum Wahltag in Tirol: http://go.tt.com/18BVHOb

Weitere Reaktionen aus Tirol

19:01 Uhr

Gisela Wurm, Tiroler SPÖ-Spitzenkandidatin: Freuen kann ich mich über das Ergebnis nicht sehr. Es war ein sehr schwieriger Wahlkampf, in einer Situation, in der sich die Partei hier in Tirol einem Konsolidierungskurs verschrieben hat. Der Auftrag zur Regierungsbildung wird an den Stimmenstärksten, also an Werner Faymann, gehen. Ich sehe einen klaren Auftrag an Rot-Schwarz, weiterzumachen.Georg Willi, Tiroler Grün-Spitzenkandidat: Die Wählerinnen und Wähler sind Spitze! Wir werden mit dem Ergebnis sehr behutsam umgehen und dafür sorgen, dass wir das, wofür wir stehen, im Nationalrat einbringen können. Ich bedanke mich bei meiner Mitstreiterin Aygül Berivan Aslan und bei unserem Team. Schwarz-Grün in Tirol wurde honoriert.Karlheinz Töchterle, Tiroler ÖVP-Spitzenkandidat: Wenn der Trend im Bund insgesamt gegen die ÖVP geht, die Partei in Tirol aber einen Stimmenzuwachs zu verzeichnen hat, ist das ein Grund zur Freude. Dafür danke ich unseren Wählern und den Helfern.

18:57 Uhr

Nach acht Jahren muss sich das BZÖ aus dem Nationalrat verabschieden. Das Bündnis ist auf nationaler Ebene endgültig kollabiert. Mehr dazu hier: http://go.tt.com/199icxW

Reaktionen aus Tirol

18:50 Uhr

Ingrid Felipe, Grüne LHStv.: Seit der Tiroler Landtagswahl haben wir merklich an Schwung gewonnen, das spiegelt sich im Tirol-Ergebnis der Grünen wider. Den großen Blumenstrauß hat sich eindeutig Georg Willi verdient, der sich bei den Tirolerinnen und Tirolern großer Beliebtheit erfreut. Auf Bundesebene ist dieser Schwung leider nicht ganz durchgedrungen.

Reaktionen

18:50 Uhr

ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf zeigte sich in seiner ersten Reaktion über das Wahlergebnis enttäuscht. Das Resultat stimme ihn "sehr nachdenklich", so Kopf im Interview mit dem ORF Vorarlberg vor der Abreise nach Wien. Die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ hätten gemeinsam rund fünf Prozent verloren. Als Mitglied des Spitzenteams habe er dabei einen Teil der Verantwortung mitzutragen. "Faktum ist, dass wir so - unverändert - nicht weitermachen können", sagte Kopf.

18:44 Uhr

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) ist unter dem Jubel seiner Parteianhänger im Festzelt vor der Wiener Löwelstraße eingetroffen. Faymann zeigte sich vor Journalisten mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden:

Der erste Platz ist nicht selbstverständlich. Ich verspüre eine große Dankbarkeit gegenüber dem Wähler."

Der SPÖ-Chef kündigte an, im Falle eines Regierungsbildungsauftrags mit der ÖVP entsprechende Verhandlungen zu suchen.

Facebook-Reaktionen

18:43 Uhr

Sehr unterschiedlich haben die Parteien nach den ersten Hochrechnungen auf Facebook reagiert. Hier eine (unvollständige) Übersicht: http://go.tt.com/1eRMabW

Weitere Reaktionen aus Tirol

18:42 Uhr

Gerhard Huber, BZÖ: Ich möchte mich trotz allem bei unseren Wählern bedanken. Wir hatten nicht das Geld wie manch andere Partei. Die Tiroler wollen offenbar, dass das Land weiterhin verwaltet statt gestaltet wird. Das BZÖ wird es auch weiterhin geben.Walter Jenewein, Stronach (im Bild): Das Geld hat nur bedingt eine Rolle gespielt. Wir haben super gearbeitet und sind mit unseren Themen gut durchgedrungen.Brigitte Gerhold, NEOS: Es ist heute wirklich ein historischer Tag. Die Menschen haben wohl gespürt, dass bei uns Ernsthaftigkeit dahintersteckt. Wir werden uns nun das Endergebnis anschaun und dann weitersehen.Peter Wurm, FPÖ: Ich bin glücklich und stolz. Ich habe mit 18 oder 19 Prozent gerechnet. Das Ergebnis hat alle Erwartungen übertroffen. Ich war kein besonders bekannter Kandidat, es ist daher sicher ein Strache-Erfolg, und kein Wurm-Erfolg.

Update: Tirol-Ergebnis

18:34 Uhr

Hochrechnung SORA/ORFSPÖ 18,1 (+0,2)

ÖVP 35 (+1,7)

FPÖ 20,3 (+ 3,1)

BZÖ 3,2 (-7,3)

Grüne 12,3 (+3,6)

Team Stronach 5,9

NEOS 4,1

18:30 Uhr

Wiens Bürgermeister Michael Häupl: "Ich freue mich, dass die SPÖ an erster Stelle ist, das Minus vor dem Ergebnis freut mich natürlich weniger. Dass die rot-grüne Regierung in Wien am Abschneiden der SPÖ mitverantwortlich ist, glaube ich nicht. Die Leute wissen sehr gut, worum es bei dieser Wahl gegangen ist - eine Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße gehört sicher nicht dazu."

Wahlgrafik und Zusammenfassung

18:26 Uhr

Zu unserer Wahlgrafik, sowie zu einer ausführlichen Zusammenfassung geht es hier: http://go.tt.com/16BU2vZ

VP-Landeshauptleute gegen Große Koalition

18:23 Uhr

Auch Salzburgs Landeshauptmann und ÖVP-Chef Wilfried Haslauer sprach von einem "schlechten Ergebnis". Beide Regierungsparteien hätten Verluste auf niedrigem Niveau eingefahren, und es stelle sich die Frage, ob man noch länger miteinander regieren solle. "Die Leute haben gesehen, dass sich die Große Koalition in der Art und Weise überholt hat. Es gibt eine große Offenheit in Richtung Veränderungen und eine Bereitschaft, Neues zu probieren", sagte er. In den Zentralen von SPÖ und ÖVP seien immer noch Denkmuster vorhanden, die vielleicht vor 20 oder 30 Jahren aktuell gewesen seien. Eine konkrete Vorstellung, wer die künftige Bundesregierung bilden solle, machte Haslauer nicht, notwendig sei eine "Offenheit gegenüber allen Varianten".

18:20 Uhr

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) sah in seiner ersten Einschätzung zum Ergebnis eine "sehr ernst zu nehmende Situation" für die Volkspartei und einen "Warnschuss" für die Vorarlberger Landtagswahl 2014. In vielen Teilen Österreichs hätten die Wähler "eindeutig gegen eine Große Koalition gestimmt". Die Ergebnisse zeigten, dass der "Unmut und Ärger ein sehr großer ist", was sich in Vorarlberg im Erstarken einer neuen Bewegung niedergeschlagen habe, so Wallner. Daher müsse das Resultat sehr sorgfältig diskutiert werden.Das Vorarlberg-Ergebnis (26 Prozent) - ein Minus von über fünf Prozentpunkten - ist für Wallner "alles andere als erfreulich", auch in Hinblick auf die Landtagswahl nächstes Jahr. Offensichtlich sei es bei dieser Wahl nicht gelungen, die Wähler zu mobilisieren. Der Wähler unterscheide zwar stark zwischen Bundes- und Landesebene, man müsse aber 2014 alle Kraft in die Mobilisierung stecken, um "auf ein vernünftiges Landtagswahlergebnis" zu kommen.

18:17 Uhr

Interview mit der Tiroler NEOS-Spitzenkandidatin Brigitte Gerhold.

Reaktionen

18:14 Uhr

Tiroler SPÖ-Chef Gerhard Reheis: "Die Partei hat sich in der schwierigen Phase nach der Landtagswahl geschlossen gezeigt, über den Sommer gute Arbeit geleistet und konnte sich so konsolidieren. Wir gehen davon aus, dass Bundeskanzler Werner Faymann auch die nächste Regierung anführen wird. Er hat Österreich gut durch die Krise geführt und ist der erste Bundeskanzler seit Franz Vranitzky, der zwei Mal in Folge Platz eins belegte."

Hochrechnung SORA/ORF (18 Uhr)

18:05 Uhr

SPÖ: 27,1% (-2,2)

ÖVP: 23,8% (-2,2)

FPÖ: 21,4% (+3,9)

Grüne: 11,4 (+1,0)

Team Stronach: 5,8%

NEOS: 4,8%

BZÖ: 3,6% (-7,1)

Sonstige: 2,1%

Mandatsverteilung:

SPÖ: 53

ÖVP: 46

FPÖ: 42

Grüne: 22

Frank: 11

NEOS: 9

Auszählungsgrad: 71,3%

Hochrechnung SORA/ORF (17:45 Uhr)

17:56 Uhr

SPÖ: 26,6% (-2,7)

ÖVP: 23,7% (-2,3)

FPÖ: 22,0% (+4,5)

Grüne: 11,1 (+1,1)

Team Stronach: 5,9%

NEOS: 4,6%

BZÖ: 3,7% (-7,0)

Sonstige: 1,9%

Auszählungsgrad: 61,8%

Reaktionen

17:53 Uhr

Günther Platter (ÖVP), Landeshauptmann Tirol: "Enttäuscht" vom Ausgang der Nationalratswahl hat sich Günther Platter gezeigt: "Natürlich hätten wir uns auf Bundesebene ein besseres Ergebnis gewünscht", erklärte er in einer ersten Reaktion.In Tirol habe die ÖVP "ein respektables Ergebnis erzielt und österreichweit das beste ÖVP Ergebnis erringen können". Trotz der bescheidenen Stimmung auf Bundesebene habe man die Mobilisierungsstärke unter Beweis stellen können. Die Tiroler Volkspartei und "unser Tiroler Minister in Wien, Karlheinz Töchterle, sind durch dieses Landesergebnis gestärkt“.

17:51 Uhr

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: "Ich bin zutiefst berührt und empfinde eine unglaublich große Dankbarkeit. Wir haben ein "blaues Wunder" geschafft. Durch die noch ausstehenden Städte-Ergebnisse ist noch einiges möglich."

17:50 Uhr

Die NEOS sind die Neo-Partei im Parlament. Bei ihrem ersten Antreten gelingt der Wahlplattform der Sprung über die 4-Prozent-Hürde. Was steckt hinter den NEOS?

17:45 Uhr

SPÖ sieht respektables Ergebnis und stellt Kanzleranspruch: http://go.tt.com/1hcP0Fn

FPÖ in Tirol zweitstärkste Partei

17:40 Uhr

Erste Hochrechnung (SORA/ORF) für Tirol:SPÖ: 17,8 Prozent (minus 0,2)ÖVP: 32,3 Prozent (plus 1,2)FPÖ: 20,5 Prozent (plus 3,5)BZÖ: 3,2 Prozent (minus 6,5)Grüne: 12,5 Prozent (plus 1,4)Team Stronach: 5,8 Prozent (plus 5,8)NEOS: 6,2 Prozent (plus 6,2)Sonstige: 1,7 Prozent

ÖVP legt in Töchterle-Gemeinde zu

17:38 Uhr

Klare ÖVP-Mehrheit in Töchterles Heimatgemeinde Telfes im Stubaital: In der Tiroler Heimatgemeinde von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP), Telfes, legte die ÖVP um 4,2 Prozentpunkte auf 40,6 Prozent zu. Die Wahlbeteiligung nahm in dem Ort mit 1186 Wahlberechtigten um 2,8 Prozentpunkte auf 66 Prozent ab.Die SPÖ kam in Telfes auf 15,6 Prozent (plus zwei Prozentpunkte), die FPÖ auf 16,1 Prozent (plus 1,6 Prozentpunkte). Die NEOS lagen mit 5,1 Prozent vor dem Team Stronach (4,3 Prozent). Die Grünen landeten mit 12,1 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte) auf Platz Vier. Das BZÖ verlor 4,9 Prozentpunkte und erreichte 3,4 Prozent.

Hochrechnung SORA/ORF (17.30 Uhr)

17:34 Uhr

Auszählungsgrad 55 Prozent:SPÖ: 26,5% (-2,8)

ÖVP: 23,7% (-2,3)

FPÖ: 22,0% (+4,5)

Grüne: 11,5% (+1,1)

Team Stronach: 5,9%

NEOS: 4,6%

BZÖ: 3,7% (-7,0)

Sonstige: 2,0%

Reaktionen

17:32 Uhr

NEOS-Spitzenkandidat Matthias Strolz: "Wir wollten eine Neuerung in Österreich, wir wollten ins Parlament - wir sind jetzt da! Wir wollen mit allen, die im Parlament sitzen, zusammenarbeiten, nur mit der FPÖ tun wir uns schwer. Wir wollen nun unsere Themen durchbringen. Wir wollen Lebendigkeit ins Parlament bringen, wir wollen Pink Vibrations! Die Botschaft des heutigen Abends ist: Ja, es ist möglich. Wir kombinieren Idealismus mit Umsetzerqualitäten. Das Lif und die Julis waren erfolgreiche Bündnispartner. Es gibt noch viele Wahlen, die auf diese Kraft warten."

17:28 Uhr

Team Stronach Klubobmann Robert Lugar: Es ist ein riesiger Erfolg, wir sind heute die erfolgreichste Partei. Wir haben uns verdoppelt und sind darüber sehr glücklich. Zwar haben wir jetzt wieder fünf Jahre lang eine Stillstandsregierung, aber wir werden frischen Wind ins Parlament tragen. Gemeinsam mit den Abgeordneten werden wir Großartiges leisten können.

17:27 Uhr

BZÖ-Bündnissprecher Rainer Widmann: "Beachtet man die Schwankungsbreite, ist noch alles möglich. Wir können den Einzug ins Parlament noch schaffen. Wir warten auch noch auf das Ergebnis aus Kärnten. Wir haben als Partei der Mitte konkrete Themen vertreten, die wir auch im Parlament einbringen würden. Josef Bucher hat gezeigt: Wo man ihn kennt, wird er auch gewählt. Ich bin überzeugt, dass er einen guten Wahlkampf geführt hat. Wir wurden von den Medien oft totgeschrieben, haben aber gezeigt, dass wir kräftig leben."

17:24 Uhr

Grünen-Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner: "Wir haben ein hervorragendes Wahljahr geschlagen. Nach drei erfolgreichen Landtagswahlen haben wir auch bei der Nationalratswahl dazugewonnen. Es steht noch die Auszählung der Wahlkarten bevor. Zwar konnten wir die rot-schwarze Mehrheit nicht brechen, doch wir haben Vertrauen dazugewonnen und werden dieses in gute Politik umsetzen. Wir haben einen grünen Wahlkampf gemacht und haben durch die Bank dazugewonnen."

17:22 Uhr

In der Steiermark hat die FPÖ Platz eins erobert. Mehr dazu hier: http://go.tt.com/18BIIvM

Neue Hochrechnung SORA/ORF (17:15 Uhr)

17:22 Uhr

Auszählungsgrad 46 Prozent:SPÖ: 26,5% (-2,8)

ÖVP: 23,8% (-2,2)

FPÖ: 22,3% (+4,8)

Grüne: 11,2 (+0,8)

Team Stronach: 5,9%

NEOS: 4,8%

BZÖ: 3,7% (-7,0)

Sonstige: 1,9%

Mandatsverteilung:SPÖ: 52 (2008: 57)ÖVP: 46 (51)FPÖ: 43 (34)Grüne: 22 (20)Team Stronach: 11NEOS: 9BZÖ: 0 (21)

17:18 Uhr

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl: "Es ist ein blaues Wunder, wir sind der Sieger des Abends. Die Zeit der Großparteien ist vorbei. Ich möchte mich bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken. Wir haben die 20 Prozent klar übertroffen. Wir fordern die SPÖ auf, ihren Ausgrenzungskurs zu beenden. Wir stehen nun für Verhandlungen bereit. Auch SPÖ/FPÖ/Frank wäre möglich. Der Sinkflug von Werner Faymann war jedenfalls ein Fingerzeig dafür, dass es so nicht weitergehen kann. Der Ball liegt nun bei der stimmenstärksten Partei, von der wir nicht mehr sehr weit entfernt liegen."

17:16 Uhr

Eine ausführlichere Zusammenfassung samt ersten Reaktionen finden Sie hier: http://go.tt.com/1bjZrJL

17:15 Uhr

ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch: "Beide Regierungsparteien haben verloren, das ist ein Denkzettel für diese Regierung. Die Koalition mit Werner Faymann hat nicht optimal funktioniert. Die neue Regierung, wie auch immer sie ausschauen mag, hat einen großen Reformbedarf. Was wir nicht geschafft haben ist, Neuwähler zu mobilisieren. Eine neue Regierung wird neue Denkansätze brauchen, so kann man jedenfalls nicht weitermachen. Dass die FPÖ am dritten Platz bleibt, ist für mich klar."

17:14 Uhr

Für FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky ist Parteichef und Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache "der Wahlsieger des Abends". Die Ergebnisse der ersten Hochrechnungen seien "ein starkes Signal an einen rot-weiß-roten Kurs", sagte er in einer ersten Reaktion.

"Es ist eine Absage an die EU-Hörigkeit der ÖVP", meinte Vilimsky in Richtung Volkspartei, die in den ersten Hochrechnungen nur wenige Prozentpunkte getrennt vor den Freiheitlichen rangiert. "Und zugleich eine Absage an diese Form der Großen Koalition, die für Stillstand, Zwist und Hader steht", so der gut gelaunte FPÖ-Generalsekretär.

Neben Vilimsky war auch FPÖ-Volksanwalt Peter Fichtenbauer schon früh in der Wahlkampfzentrale eingetroffen. Er sprach von einem "souveränen Bestätigungsergebnis" für seine Partei und vor allem Spitzenkandidat Strache. Ob die FPÖ nun eine Regierungsbeteiligung anstreben soll, wollte er noch nicht sagen. "Rechnerisch dürfte die Möglichkeit existieren."

17:12 Uhr

SPÖ-Bundesgeschäftsfüher Norbert Darabos: "Es überwiegt die Freude, dass wir Erster sind. Werner Faymann hat einen tollen Wahlkampf abgeliefert, er ist zum zweiten Mal Nummer eins geworden. Dass die Regierung von Sozialdemokraten und ÖVP nicht abgewählt wurde, ist ein gutes Zeichen. Man wird sehen, welche Koalitionen sich ausgehen. Wir stehen nicht als Juniorpartner, sondern als Partner bereit."

Hochrechnungen von 17 Uhr

17:09 Uhr

SPÖ und ÖVP haben laut den ersten Hochrechnungen zwar Verluste erlitten, ihre gemeinsame Mandatsmehrheit aber verteidigt. Und Österreichs Nationalrat hat eine neue Partei. Die NEOS schaffen demnach mit 4,7 Prozent auf Anhieb den Einzug.

Die SPÖ hat mit 26,4 Prozent Platz Eins verteidigt. Die ÖVP kommt demnach mit 23,8 Prozent auf Platz zwei vor der FPÖ mit 22,4 Prozent. Auch das Team Stronach schafft mit sechs Prozent den Sprung ins Hohe Haus, das BZÖ scheitert an der Vier-Prozent-Hürde (3,7 Prozent).Gewinne verzeichnen demnach auch die Grünen, sie kommen laut SORA auf 11,2 Prozent.

Die Mandatsverteilung (ORF/SORA)

17:04 Uhr

Mandatsverteilung (Auszählungsgrad 37 Prozent):SPÖ: 51 (2008: 57)ÖVP: 46 (51)FPÖ: 44 (34)Grüne: 22 (20)Team Stronach: 11NEOS: 9BZÖ: 0 (21)

Erste Hochrechnungen

17:01 Uhr

So sieht die erste Hochrechnung von ORF/SORA aus:

SPÖ: 26,4 (-2,9%)

ÖVP: 23,8 (-2,2%)

FPÖ: 22,4 (+4,8%)

Grüne: 11,2 (+0,8%)

Team Stronach: 6,0%

NEOS: 4,7%

BZÖ: 3,7 (-7,0%)

16:59 Uhr

Die Hochrechnung der ARGE-Wahlen von 17 Uhr:

SPÖ: 26,7%

ÖVP: 23,6%

FPÖ: 21,9%

Grüne: 12%

Team Stronach: 5,8%

NEOS: 4,6%

BZÖ: 3,4%

In Mandaten bedeutet die Hochrechnung 52 Sitze für die SPÖ (-5), 46 für die ÖVP (-5). Die FPÖ (+9) kommt auf 43 Sitze, die Grünen auf 23 Mandate (+3).

Das Team Stronach ist demnach mit elf Mandateren im Hohen Haus vertreten, die NEOS mit acht.

Der Countdown läuft

16:31 Uhr

Nur noch eine halbe Stunde bis zum Wahlschluss und den ersten Hochrechnungen. Schaffen SPÖ und ÖVP weiterhin eine Regierungsmehrheit? Wie schneiden FPÖ und Grüne ab? Fliegt das BZÖ aus dem Nationalrat ? Wie erfolgreich ist das Team Stronach und schaffen die NEOS den Einzug ins Parlament? Bald werden wir es wissen...

Tiroler Stronach-Spitzenkandidat gab Stimme ab

15:32 Uhr

Optimistisch zeigte sich heute auch der Tiroler Spitzenkandidat des Team Stronachs, Walter Jenewein. Er gab in Mieders seine Stimme ab.

So langsam wird es spannend...

15:28 Uhr

Nur noch rund 90 Minuten bis zur ersten Hochrechnung. Es wird spannend. Die ersten Zahlen erfahren Sie natürlich hier im Ticker. Und dann füllt sich auch langsam unsere Wahlgrafik samt den Tirol-, Bezirks- und Gemeindeergebnissen. 

LH Platter gab Stimme in Zams ab

15:23 Uhr

Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zeigte sich heute als Frühaufsteher und ging bereits um 7.30 Uhr in seiner Heimatgemeinde Zams wählen.

Weiter deutliches Minus bei Wahlbeteiligung in Wien

15:01 Uhr

Die Wahlbeteiligung bei der heutigen Nationalratswahl war in Wien auch bis zum frühen Nachmittag deutlich niedriger als 2008. Wie die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) am Sonntag mitteilte, haben bis 14 Uhr 41,73 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.Im Vergleich dazu: 2008 lag die Wahlbeteiligung um die selbe Zeit bei 46,28 Prozent. Die endgültige Beteiligung inklusive Briefwahlstimmen lag beim damaligen Urnengang in Wien bei 73,61 Prozent.

Nationalratspräsidentin gibt Stimme ab

15:00 Uhr

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer wählte in Linz.

Bundespräsident Heinz Fischer gibt Stimme ab

14:53 Uhr

Der Bundespräsident machte den Abschluss: Nach sämtlichen Spitzenkandidaten ist Bundespräsident Heinz Fischer am frühen Sonntagnachmittag in Begleitung seiner Frau Margit in seinem traditionellen Wahllokal in Wien-Josefstadt zur Wahlurne geschritten. Befragt nach möglichen Koalitionen nach der Wahl gab sich Fischer vor Journalisten zugeknöpft. Er erhoffe sich durch die Wahl die "Grundlage für eine gut arbeitende Regierung" und eine angemessene Wahlbeteiligung. Fischer zeigte sich schon "sehr gespannt auf den Wahlausgang", schließlich würden diesmal so viele Parteien wie noch nie bei Nationalratswahlen antreten. Empfangen wurde der Bundespräsident im Wahllokal von einer sechsköpfigen Wiener Künstlergruppe. Diese wollte nach eigenen Angaben keinen Protest zum Ausdruck bringen, sondern habe sich "selbst Mut gemacht zu wählen". Einer der Aktivisten der Gruppe trug eine Affenmaske.

Grünen-Spitzenkandidatin Eva Glawischnig gibt Stimme ab

14:04 Uhr

Gemeinsam mit Ehemann Volker Piesczek ist Grünen-Spitzenkandidatin Eva Glawischnig am frühen Sonntagnachmittag in einer Volksschule in Wien-Hernals wählen gegangen. Für den Ausgang der Nationalratswahl sei sie "zuversichtlich, aber schon sehr aufgeregt", sagte sie den wartenden Journalisten. Auf eine Ergebnisprognose wollte sie sich nicht einlassen, sie erwarte sich "ein gutes Plus". Den Vorabend der Wahl habe sie bei einer Flasche Wein mit guten Freunden verbracht, sagte Glawischnig, und dann "total gut" geschlafen. Ihr weiteres Programm für den Wahltag: "Jetzt werde ich noch den Geschirrspüler ausräumen, und dann geht's ins Büro." Sie habe ein gutes Gefühl und sei mit sich und dem Wahlkampf der Grünen zufrieden. "Ich hoffe, dass es sich ausgezahlt hat."

13:41 Uhr

Das Hacker-Kollektiv Anonymous Austria postet:

Frau Hakl hat eine neue Prognose zur #NRW13 veröffentlicht."

Und tatsächlich findet sich auf ihrer Website eine dubiose Grafik mit sonderbaren Werten unter dem Titel "2. Hochrechnung, 13 Uhr". Auf Anfrage wusste die Tiroler Nationalratsabgeordnete von nichts. Ihr Account sei gehackt worden, bestätigte sie. Das sei aber vorher bereits passiert und man habe offensichtlich das Problem noch nicht ganz in den Griff bekommen. "Ich rufe sofort meinen IT-Techniker an", sagte sie gegenüber TT Online.

Regen und unterschiedliche Wahlbeteiligung in Kärnten

13:28 Uhr

Von teilweise heftigen Regenschauern begleitet war der Wahlsonntag in Kärnten. Die Wahlbeteiligung war nach Auskunft aus einzelnen Wahllokalen durchaus unterschiedlich. Während in manchen Wahllokalen die Menschen Schlange standen, machten sich die Wahlberechtigten andernorts rar. So gab es Landgemeinden, wo schon bis Mitte Vormittag rund 60 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten, in anderen, etwa im Bezirk Klagenfurt-Land, sprachen Wahlleiter von "mäßigem Zustrom". In der Landeshauptstadt war das Interesse am Vormittag durchaus groß, ob die Wahlbeteiligung über den Wert von 2008 steigen würde, wollte aber niemand prognostizieren. Von "beteiligungsfreundlichem Wetter" war in Kärnten jedenfalls keine Rede. "Bei dem Wetter sitzen die Leute lieber im Wohnzimmer und sehen fern", meinte eine Amtsleiterin. In der Landeshauptstadt meldeten einige Wahlleiter gegen 13 Uhr eine Beteiligung von bis dahin 55 Prozent, in einem Wahllokal in der Innenstadt war man zu diesem Zeitpunkt hingegen noch weit von diesem Wert entfernt. Rekorde bezüglich der Beteiligung waren in Kärnten also nicht zu erwarten.

Vorarlbergs Grünen-Chef muss wegen Erschöpfung pausieren

13:23 Uhr

Vorarlbergs Grünen-Landessprecher Johannes Rauch muss eine mehrwöchige Erholungspause einlegen. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung der Wahlkampf-Monate habe er sich "wegen völliger Überarbeitung und daraus resultierender Erschöpfungszustände" in den vergangenen Tagen in ärztliche Behandlung begeben müssen. Er werde sich mindestens sechs Wochen aus der politischen Arbeit zurückziehen, teilte Rauch am Sonntag in einer Aussendung an die Medien mit. Rauch gab an, er werde sich während seiner Auszeit in einen Kuraufenthalt begeben. Nach den sechs Wochen wolle er seine Aufgaben in vorerst reduziertem Umfang wieder wahrnehmen. Nach Rücksprache mit den Ärzten sei er sich sicher, bis zum Jahresende wieder voll einsatzfähig zu sein, erklärte Vorarlbergs Grünen-Chef und Klubobmann. Weder leide er an einem organischen Gebrechen, noch an einem Burnout, betonte er. Während seiner Abwesenheit wird seine Stellvertreterin Katharina Wiesflecker Rauchs Funktionen übernehmen. Letzten Winter hatte bereits der oberösterreichische Landesrat der Grünen, Rudi Anschober, eine rund dreimonatige Auszeit wegen eines Burnouts nehmen müssen und dann auch seine Funktion als Landessprecher zurückgelegt.

Noch kein Trend bei Wahlbeteiligung in Tirol

13:02 Uhr

Bewölkt, frisch, aber nicht nass oder regnerisch: In Tirol herrschte ab den Morgenstunden perfektes Wahlwetter. 537.040 Tiroler sind aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Das Tirol-Ergebnis wird mit Spannung erwartet – auch weil der heutige Urnengang als Stimmungstest für die erste Schwarz-Grüne Landesregierung gilt. Mehr dazu gibt es hier nachzulesen: „Wahlfreundliches Wetter in Tirol, aber noch kein Trend bei Beteiligung“

Tiroler SP-Spitzenkandidatin gibt Stimme ab

12:57 Uhr

Mit einem Gefühl "wie vor einer Prüfung", gab die Tiroler SP-Spitzenkandidatin Gisela Wurm mittags in der Neuen Mittelschule Hötting ihre Stimme ab. Wurm hofft, dass sich die positive Stimmung, die man zuletzt auf der Straße erfahren hatte, auch im Ergebnis niederschlägt. Bevor es in die Wahlzentrale geht, "werde ich noch eine Runde spazieren gehen", erklärte Wurm nach der Stimmabgabe.

In der Steiermark trübe Aussichten beim Urnengang

12:47 Uhr

Allgemein trübe Aussichten, was das Wetter betrifft, begleiteten die Steirerinnen und Steirer zu den Wahlurnen. Die Temperaturen kamen über 10 Grad Celsius kaum hinaus, in Graz mussten die Wahlwilligen durch Nieselregen zu den Wahlurnen. Die Hoffnung auf eine damit verbundene stärkere Wahlbeteiligung schien sich nach ersten Informationen jedoch nicht zu erfüllen. Wie die ersten Ergebnisse aus Kleinstgemeinden zeigten, war die Wahlbeteiligung durchwegs rückläufig. In der "Trendgemeinde" St. Ilgen (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) etwa lag sie bei nur 69,53 Prozent, 2008 wurden noch 82,28 Prozent registriert. Seitens der Parteien meldete man ähnliche Beobachtungen: Zwischen "eine Spur weniger" und "leicht rückläufig" lauteten die Einschätzungen aus den Zentralen von SPÖ und ÖVP, wo man sich aus Rückmeldungen aus den Sprengeln stützte.

Mittlere Wahlbeteiligung in OÖ zeichnet sich ab

12:46 Uhr

In Oberösterreich haben die ersten Wahllokale um 7 Uhr geöffnet. Kurz nach Mittag waren noch kaum Gemeinden ausgezählt. Aber aus den Wahllokalen war eher die Einschätzung zu hören, dass die Beteiligung durchschnittlich sein dürfte. Die letzten schließen um 16 Uhr.Mit rund 100.000 ausgestellten Wahlkarten ist diese Form der Stimmabgabe in Oberösterreich deutlich beliebter geworden (2008: 90.300). Das Wetter lieferte aber auch den restlichen der 1,099.182 Wahlberechtigten keine Ausrede für den Gang ins Stimmlokal, in weiten Landesteilen hielt sich längere Zeit Nebel, teils regnete es. Für 20.000 Landsleute bedeutete der Wahltag Arbeit, sie sind in den Behörden oder als Beisitzer im Einsatz.

Rückgang der Wahlbeteiligung im Burgenland

12:38 Uhr

Die Burgenländer mussten am Sonntag den Weg ins Wahllokal bei eher tristem Wetter antreten. Dichte Wolken verdeckten zumindest im Nordburgenland die Sonne. Bei der Wahlbeteiligung zeichnete sich bis Sonntagmittag laut Einschätzung der Landesgeschäftsführer von SPÖ und ÖVP ein Rückgang ab. 2008 hatten 86,4 Prozent der Burgenländer bei der Nationalratswahl ihre Stimme abgegeben und damit für die im Ländervergleich höchste Beteiligung gesorgt. Sie dürfte diesmal etwas niedriger liegen, allerdings gab man sich hinsichtlich einer Prognose noch vorsichtig. Denn die Wahlkarten könnten noch einiges wettmachen, so SP-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich. Offenbar ließen sich viele Burgenländer bereits gewohnheitsmäßig eine Wahlkarte ausstellen, meinte VP-Landesgeschäftsführer Christian Sagartz. Für die Nationalratswahl haben diesmal 19.449 Burgenländer eine Wahlkarte beantragt.

FPÖ-Spitzenkandidat Strache gibt Stimme ab

12:37 Uhr

Vorsichtig optimistisch hat sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache Sonntagmittag bei seiner Stimmabgabe in einer Schule in Wien-Landstraße gezeigt. Er freue sich "über jedes Plus", sollten die Freiheitlichen die 20-Prozent-Marke erreichen, wäre dies ein "Riesenschritt", erklärte Strache vor den zahlreich erschienenen Medienvertretern. "Sollten wir Platz zwei erreichen, würde dies ein blaues Wunder und ein politisches Erdbeben bedeuten", sagte der FPÖ-Chef. Im Wahlkampf habe er quer durch Österreich einen "Zulauf wie noch nie" erlebt, so Strache. Nun gelte es, den rot-schwarzen Stillstand und die Arroganz sowie den "Ausverkauf der Heimat" zu beenden. Der FPÖ-Obmann kam eine Viertelstunde zu spät und alleine in das Wahllokal in die Wiener Hainburgerstraße. Bevor er schließlich zur Wahlurne vorgelassen wurde, musste Strache aus organisatorischen Gründen noch einige Minuten warten. Als er dann den Stimmzettel ausgehändigt bekam, meinte er in Anspielung auf den Wahlslogan der FPÖ: "Das ist ein Zeichen der Nächstenliebe." Nach dem Urnengang wollte der oberste Blaue noch ein Fitnessstudio aufsuchen und anschließend mit seiner Verlobten essen gehen. Danach werde er ins Büro zu seinen Mitarbeitern fahren und der Wahlergebnisse harren, sagte Strache.

Rückblick: Die Konfrontation der Tiroler Kandidaten

12:24 Uhr

In den Räumlichkeiten der TT diskutierten am 12. September die sechs Tiroler Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien über ihre Ziele und brennende politische Themen. Hier die vollständige Videoaufzeichnung der Debatte...

Beteiligung in Salzburg offenbar rückläufig

12:08 Uhr

In der Stadt Salzburg zeichnet sich heute eine geringere Beteiligung ab als bei der Nationalratswahl 2008. Bei jedem Urnengang wird um 11 Uhr in 15 ausgewählten Sprengeln - immer dieselben - die Beteiligung abgefragt. "Heuer haben bis dahin 2300 Wähler ihre Stimme abgegeben, vor fünf Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt 2700, das ist doch ein gewisser Rückgang", sagte Wahlleiter Franz Schefbaumer zu Mittag zur APA. 2008 lag die Wahlbeteiligung in der Landeshauptstadt letztlich bei 68,8 Prozent. Auf die Briefwahlkarten lasse sich der Rückgang nicht zurückführen, weil vor fünf Jahren eine ähnlich große Zahl an Wahlkarten ausgestellt worden sei, so Schefbaumer. "Wir hinken zurzeit einfach etwas zurück. Schauen wir, was der Nachmittag noch bringt." Landesweit liegen über die heutige Wahlbeteiligung keine Angaben vor, weil diese seitens der Landeswahlbehörde nicht erhoben wird. Am Wetter dürfte der offenbar rückläufige Gebrauch vom Stimmrecht nicht liegen, denn in weiten Teilen des Landes ist es stark bewölkt oder bedeckt, vereinzelt regnet es sogar. Lediglich im Raum Lofer gab es am Vormittag ein Sonnenfenster.

Beteiligung in Niederösterreich bis Mittag unterschiedlich

12:03 Uhr

Die Beteiligung an der Nationalratswahl in Niederösterreich ist bis Sonntagmittag unterschiedlich gewesen. Es habe im Vergleich mit 2008 Sprengel mit höherem ebenso wie mit niedrigerem Wähleranteil gegeben, war zu erfahren. Knapp 1,3 Millionen Menschen waren im größten Bundesland stimmberechtigt.Das Wahlwetter zeigte sich kühl und wechselhaft. Die Temperaturen lagen meist um zehn Grad. Die Landeshauptstadt St. Pölten war kurz vor Mittag mit 9,6 Grad sogar noch einstellig.

FPÖ-Tirol-Spitzenkandidat gibt Stimme ab

11:50 Uhr

Peter Wurm, Spitzenkandidat der FPÖ in Tirol, (links im Bild) gab am Vormittag seine Stimme im Gemeindeamt Mils ab. Gegen 11 Uhr machte er sein Kreuzel am Wahlzettel. Er hoff auf den Einzug in den Nationalrat.

Wissenschaftsminister Töchterle gibt Stimme ab

11:40 Uhr

Als 395. Wähler trug sich Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle heute um kurz vor 11 Uhr in die Wählerliste seiner Heimatgemeinde Telfes ein. Zusammen mit Gattin Maria, seinem Sohn Andreas und seiner Schwiegermutter war der Spitzenkandidat der Tiroler ÖVP zu Fuß zum Wahllokal marschiert. Dort hieß es dann kurz in der Warteschlange Platz nehmen, noch einmal das Kandidatenverzeichnis studieren und schließlich den Wahlzettel in Empfang zu nehmen.

Auch wenn die Umfragen in den vergangenen Tagen laut Töchterle nicht mehr ganz zufriedenstellend ausgefallen seien, so zeigte sich Töchterle überzeugt, dass "die gute Arbeite, die wir geleistet haben auch vom Wähler honoriert werden wird". Er würde gerne wieder als Minister tätig sein, das Tiroler Ziel der ÖVP sei klar - zusammen mit dem auf der Bundesliste platzierten Hannes Rauch - "sechs Tiroler Abgeordnete" für Wien zu bekommen. Töchterle, der bereits am frühen Vormittag mit dem Mountainbike einige Höhenmeter abgespult hatte und selbst passionierter Rennradfahrer ist, kommentiert die Frage, ob nun ein Wahlkampf oder die Teilnahme am Ötztaler Radmarathon anstrengender sei wie folgt: "Beides hat seine Reize, beides ist eine Herausforderung." (mami)

Erste Vorarlberger Wahllokale bereits wieder geschlossen

11:25 Uhr

Wenige Stunden nach Beginn der Nationalratswahl war die Abstimmung in einigen Vorarlberger Kleingemeinden bereits wieder zu Ende. In drei der 96 Ländle-Kommunen schlossen die Wahllokale pünktlich um 10.30 Uhr, in neun weiteren Ortschaften um 11 Uhr. Bei idealem Wahlwetter - nicht unfreundlich, aber auch nicht zu schön - zeichnete sich eine Wahlbeteiligung ab, die zumindest auf demselben Niveau wie 2008 liegen dürfte. Vor fünf Jahren betrug sie 71,46 Prozent. Die beiden Landesgeschäftsführer von ÖVP und SPÖ, Dietmar Wetz und Reinhold Einwallner, gaben sich bei ihrer Einschätzung zur Wahlbeteiligung betont vorsichtig. Die Rückmeldungen aus den Wahllokalen waren unterschiedlich - in einigen nahmen offenbar mehr Bürger ihr Wahlrecht wahr als 2008, in anderen hingegen weniger. Ein eindeutiger Trend zeichne sich vorerst noch nicht ab, hieß es. Allerdings sei es "noch früh", wurde aus den Parteizentralen von ÖVP und SPÖ unisono betont. Erfahrungsgemäß würden gegen Mittag noch viele ihre Stimme abgeben. In Vorarlberg ist traditionell früh Wahlschluss, der Urnengang ist im Ländle nur bis 13 Uhr möglich. Mit einem vorläufigen Endergebnis aus Vorarlberg ist gegen 17 Uhr zu rechnen.

Frank Stronach gibt Stimme ab

11:18 Uhr

Frank Stronach wählt in seinem Wahllokal in Oberwaltersdorf alleine.

11:15 Uhr

Eine Jungwählerin bei der Stimmabgabe für ihre Mutter in Wien.

NEOS-Spitzenkandidat gibt Stimme ab

11:13 Uhr

Matthias Strolz und seine Frau Irene konnten den Wahltag sichtlich kaum erwarten. Schon um 8 Uhr früh und damit als erster Spitzenkandidat nützte Strolz die Gelegenheit, seine Partei, die NEOS, zu wählen. "Angespannt" war er dabei ein wenig. Er vertraue aber dem Wähler. Der habe es in der Hand.

Wahlbeteiligung in Wien um 10 Uhr bei 11,46 Prozent

11:03 Uhr

In der Bundeshauptstadt Wien lag die Wahlbeteiligung bei der heutigen Nationalratswahl um 10 Uhr bei 11,46 Prozent, wie die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger am Sonntagvormittag mitteilte. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2008. Damals belief sich die Beteiligung um die selbe Zeit auf 13,58 Prozent. Die endgültige Wahlbeteiligung lag bei der Wahl 2008 bei 73,61 Prozent - Briefwahlstimmen inkludiert. Das Wetter gestaltete sich in den ersten Stunden des heutigen Wahltags in Wien ziemlich herbstlich. Es war zwar trocken, aber kühl bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius.

BZÖ-Chef Josef Bucher gibt Stimme ab

11:00 Uhr

Zuversicht hat am Sonntag BZÖ-Obmann Josef Bucher bei der Stimmabgabe in seiner Heimatstadt Friesach im Bezirk St. Veit/Glan bekundet. Er selbst und die Partei habe sich in den vergangenen Wochen und Monaten sehr bemüht, die Bevölkerung zu überzeugen, nun liege das Schicksal seiner Person in der Hand der Wähler. Auf die Frage, was er tun werde, sollte das BZÖ den Wiedereinzug ins Parlament verfehlen, meinte Bucher: "Ich habe mir noch keine Gedanken über eine Zukunft ohne Politik gemacht." Der Andrang beim Wahllokal im Friesacher Rathaus war am Sonntagvormittag groß, zumindest hier war von Politikverdrossenheit nichts zu bemerken. Der Auftritt Buchers samt den damit verbundenen Filmaufnahmen und Fotos erzeugte einen regelrechten Rückstau vor dem Wahllokal. Bucher, der mit seiner Lebensgefährtin gekommen war, musste zahlreiche Hände schütteln, in der Wahlzelle selbst war er aber sehr schnell fertig. Dass seine Partei das Ergebnis der Nationalratswahl vor fünf Jahren - in Kärnten schaffte das BZÖ mit Jörg Haider damals mehr als 38 Prozent - nicht erreichen würde, sei klar. Bucher hielt aber ein bundesweites Resultat wie jenes bei der Kärntner Landtagswahl im März (6,4 Prozent, Anm.) für realistisch. Nach der Stimmabgabe wollte Bucher einen Spaziergang machen. Nach dem Mittagessen werde er dann nach Wien fahren, kündigte der BZÖ-Obmann an.

Interviews mit den Spitzenkandidaten

10:59 Uhr

Die Tiroler Tageszeitung hat in den vergangenen Wochen mit den Spitzenkandidaten Interviews geführt. Hier können Sie alle noch einmal nachlesen:

SPÖ-Chef Werner Faymann (27.9.)

ÖVP-Chef Michael Spindelegger (28.8.)

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache: (20.9.)

BZÖ-Chef Josef Bucher (23.9.)

Grünen-Chefin Eva Glawischnig (21.8.)

Frank Stronach (20.9.)

Öffnungszeiten und Adressen der Tiroler Wahllokale

10:55 Uhr

In kleineren Tiroler Gemeinden ist bereits um 12 Uhr Wahlschluss, in größeren Orten kann man bis 17 Uhr seine Stimme abgeben.

Hier finden Sie Öffnungszeiten und Adressen aller Tiroler Wahllokale: http://go.tt.com/1fSaFon

Nach Wahlschluss um 17 Uhr werden erste Hochrechnungen und einzelne Ergebnisse veröffentlicht. Das vorläufige Endergebnis wird zwischen 19.30 und 20 Uhr erwartet.

10:50 Uhr

Während manche ihre Kinder mitnehmen, wollen andere auch in der Wahlkabine nicht auf ihren Hund verzichten.

SPÖ-Chef Werner Faymann gibt Stimme ab

10:48 Uhr

SPÖ-Chef Werner Faymann hat sich Sonntagvormittag bei seiner Stimmabgabe für die Nationalratswahl durchaus zuversichtlich gezeigt: "Das Bauchgefühl ist in Ordnung", meinte der Bundeskanzler gegenüber Journalisten. Auf Prognosen ließ sich Faymann nicht ein. Nun sei der Wähler am Wort, er sei auf dessen Votum gespannt. Begonnen hat der Wahltag für den Kanzler schon früh. Wie Faymann berichtete, habe er bereits um halb sechs gefrühstückt. Dafür verantwortlich war die Tochter des Kanzlers, die ihn schon im Morgengrauen aufgeweckt hatte. Erschienen zur Stimmabgabe in Wien-Liesing war Faymann mit seiner Ehefrau Martina. In dem überaus kleinen Wahllokal herrschte enormes Gedränge. Faymann musste auch gut fünf Minuten ausharren, bis er an der Reihe war, den Stimmzettel in die Urne zu werfen.

NEOS-Tirol-Spitzenkandidatin gibt Stimme ab

10:38 Uhr

Die Spitzenkandidatin der Tiroler NEOS, Brigitte Gerhold, wählte um 10.15 Uhr in der Volksschule Amras.

Google-Doodle zur Nationalratswahl

10:14 Uhr

Google widmet heute der Wahl in Österreich einen eigenen Google-Doodle, wobei Doodle als „Gekritzel“ übersetzt werden kann. Dabei wird das normale Logo themenspezifisch verändert. Den ersten Doodle zeigte Google 1998 als deren Gründer Larry Page und Sergey Brin auf dem Burning Man-Festival zu Gast waren und das im Logo der Suchmaschine verewigen wollten. Etwa seit dem Jahr 2000 betreibt der Internet-Konzern das Doodeln professionell. Und zu besonderen Anlässen – wie nun etwa der Österreich-Wahl – werden Doodles gezielt eingesetzt.

Mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten forderten Wahlkarten an

10:02 Uhr

Für heuer zeigte sich zumindest an den Wahlkarten und bei den Briefwählern ein recht großes Interesse an der Kür der 183 Nationalratsabgeordneten. Die Zahl der angeforderten Wahlkarten ist mit 14,02 Prozent deutlich stärker gestiegen als die der Wahlberechtigten (0,81 Prozent). Etwas mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten (668.658) haben Wahlkarten angefordert. Und bis Freitagnachmittag waren in manchen Landeshauptstädten schon über 80 Prozent der angeforderten Wahlkarten retourniert. Dies war für eine gültige Stimmabgabe auch nötig: Denn heuer müssen die Briefwahlstimmen ebenfalls bis heute, 17.00 Uhr, bei den Bezirkswahlbehörden einlangen. Was für die meisten Briefwähler de facto Freitag bedeutete - nur in Wien und Graz stellte die Post bis 10.00 Uhr eingeworfene Wahlkarten auch am Sonntag noch zu.

Ausgangslage NEOS und Co.

09:49 Uhr

"Klar über fünf Prozent" ist das Wahlziel der NEOS - womit der fragliche Einzug in den Nationalrat geglückt wäre. In Umfragen kamen sie zuletzt auf zwei bis vier Prozent – Tendenz steigend. Gegründet wurde die pinkfarbene Partei vom ehemaligen ÖVP-Klubmitarbeiter und Unternehmensberater Matthias Strolz (40) im Vorjahr. Im März schloss sich der NEOS-Spitzenkandidat mit dem LIF zur Wahlplattform zusammen - und dessen früherer Mandatar Hans-Peter Haselsteiner, der langjährige Strabag-Chef, sorgte für finanzielle Unterstützung.

Keine Chancen für den Sprung über die Vier-Prozent-Hürde geben die Meinungsforscher sieben weiteren Parteien, die auf den Stimmzetteln stehen - die Piraten und die KPÖ österreichweit, die Christliche Partei Österreichs (CPÖ), die Männerpartei, "Der Wandel", die EU-Austrittspartei und die Sozialistische Linkspartei in einzelnen Bundesländern.

ÖVP-Chef Spindelegger gibt Stimme ab

09:35 Uhr

Pünktlich um 9 Uhr schritt Michael Spindelegger in seinem Heimatort Hinterbrühl in Niederösterreich in Begleitung seiner Familie zur Wahlurne. Nach der Wahl will er seinen Sohn zum Fußball führen, um sich dann bei der heiligen Messe den Segen für den Wahlsonntag geben zu lassen. Auf die Frage, ob er denn heute neuer Regierungschef werde, meinte Spindelegger: "Heute werde ich noch nicht Bundeskanzler. Aber ich rechne damit, dass wir ein gutes Ergebnis haben." Begleitet hatten Spindelegger seine Frau Margit und Sohn Patrick. Der Noch-Vizekanzler erschien in grauem Anzug und hellblauer Krawatte. Bereits vor dem Wahlakt war Händeschütteln und Plaudern mit Anrainern vor dem Lokal in der örtlichen Volksschule angesagt. "So, ab jetzt gilt's", gab sich der ÖVP-Spitzenkandidat beim Einwurf seines Stimmzettels zuversichtlich. Auch besonders aufgeregt sei er nicht. "Schaue ich so aus, als wäre ich schon ein völliges Nervenbündel?" antwortete er auf eine entsprechende Frage. Bereits zehn Minuten vor dem Vizekanzler war dessen Vater Erich, einstiger Bürgermeister von Hinterbrühl, wählen gegangen. Nach dem Mittagessen in seiner Heimatgemeinde will der ÖVP-Chef schließlich in die Parteizentrale nach Wien fahren, um mit seinen Mitstreitern auf das Wahlergebnis zu warten. Feiern will die ÖVP am Abend in einem Festzelt nahe der ÖVP-Räumlichkeiten.

Spitzenkandidat der Tiroler Grünen gibt Stimme ab

09:18 Uhr

Wie könnte es auch anders sein: mit dem Rad fuhren Georg und Katharina Willi heute um Punkt 8.30 Uhr vor der Neuen Mittelschule Hötting in Innsbruck vor, um dort ihre Stimmen abzugeben. Der Spitzenkandidat der Tiroler Grünen hofft für den heutigen Ausgang, die "Stimmung in Stimmen" ummünzen zu können. Gelinge dies, dann werde man ein Plus vor dem Ergebnis der Grünen verzeichnen können, ist sich Georg Willi sicher. Das dezitierte Ziel ist das zweite Grünen-Mandat für Tirol. Wobei er hier der Landeshauptstadt eine besondere Bedeutung zumisst, ist Innsbruck doch als grüne Hochburg bekannt. Dass der heutige Urnengang aber Rückschlüsse auf die grüne Regierungsbeteiligung auf Landesebene geben werde, glaubt Willi nicht: "Das hier ist eine Bundeswahl." Willi, sozusagen grünes Tiroler Urgestein, erwartet in Wien viel Spannendes, auch wenn der Abgang aus Tirol "eine Zäsur" für ihn persönliches darstelle: "Durch die Arbeit im Landtag habe ich viel an Erfahrung dazugewonnen und habe auch viel dazu beigetragen, dass wir jetzt in der Regierung sind." Den restlichen Tag verbringt Willi mit einer Chorprobe und - zumindest wenn es die Zeit erlaubt - einem kleinen "Power-Nap" in der Mittagszeit. (mami)

Ausgangslage Team Stronach

09:07 Uhr

Das Team Stronach wird es laut Umfragen auf Anhieb in den Nationalrat schaffen. Milliardär Frank Stronach (81) sorgte dafür nicht nur mit viel Geld, sondern auch mit der Strategie, sich schon vor der Wahl im Nationalrat zu etablieren - indem er aus fünf abgeworbenen Ex-BZÖ-Mandataren einen Nationalratsklub gründete. Das ebnete ihm auch den Weg in die ORF-Wahlduelle. Bei den heurigen Landtagswahlen war das Team fast überall erfolgreich - nur nicht in Tirol, wo es interne Streitereien gab.

Stronach muss nun allerdings mit deutlich weniger Stimmen rechnen als noch in der ersten Jahreshälfte prognostiziert. Die Umfragen für die neue Partei pendelten seit Juli zwischen sechs und zehn Prozent, zuletzt ging auch hier die Kurve eher nach unten.

BZÖ-Tirol-Spitzenkandidat Gerhard Huber gibt Stimme ab

08:49 Uhr

BZÖ-Spitzenkandidat und Nationalratsabgeordneter Gerhard Huber machte sich schon in der Früh, gleich nach Aufsperren des Wahllokals, auf den Weg, um seine Stimme abzugeben. Im Feuerwehrhaus Görtschach, Gemeinde Dölsach in Osttirol, war er in Begleitung seiner Tochter Katharina anzutreffen. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl", erklärt der BZÖ-Mann, der zuversichtlich ist, seinen Sitz im Nationalrat zu verteidigen. (co)

Ausgangslage Grüne

08:45 Uhr

Die Grünen sind zwar seit den heurigen Landtagswahlerfolgen in Kärnten, Salzburg und Tirol nun in fünf der neun Länder (auch in Wien und Oberösterreich) "kleine" Koalitionspartner, im Bund waren sie es aber noch nie. Der Wunsch danach dürfte sich auch heuer nicht erfüllen, denn weder Rot-Grün noch Schwarz-Grün wird laut den Umfragen eine Mehrheit bekommen und eine Dreier-Variante ist nicht recht realistisch.

Aber Spitzenkandidatin Eva Glawischnig darf sich auf einen deutlichen Zugewinn einstellen: Die Umfragen verheißen mit rund 14 Prozent einen neuen Rekord - und sind nicht weit vom Wahlziel "15 Prozent plus" entfernt.

Ausgangslage BZÖ:

08:22 Uhr

Das im Frühjahr 2005 von der FPÖ abgespaltete BZÖ steht einmal mehr vor einer Schicksalswahl: Die Orangen mit Josef Bucher an der Spitze müssen um den Verbleib im Nationalrat zittern. Die Umfragen gingen zwar im September dezent nach oben, das Erreichen der notwendigen Vier-Prozent-Hürde scheint aber dennoch ein mehr als wackeliges Unterfangen. Nur einige wenige Umfragen sehen das BZÖ über der Vier-Prozent-Marke, meist wurde das Bündnis zwischen zwei und vier Prozent ausgewiesen.

2008 waren sie mit dem kurz danach gestorbenen Jörg Haider an der Spitze noch Wahlsieger, mit einem Plus von 6,59 Prozentpunkten und 10,70 Prozent. Von den eroberten 21 Mandaten blieben aber nur zwölf - nach der Rückkehr der Kärntner Freiheitlichen zur FPÖ und zuletzt der Abwanderung Richtung Team Stronach.

Fast alle Wahllokale haben geöffnet

08:06 Uhr

Seit 8 Uhr haben fast alle der gut 11.000 Wahllokale für die heutige Nationalratswahl geöffnet. Geht es nach dem Wetter, müsste es eine recht hohe Wahlbeteiligung geben. Denn laut einer Statistik der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gehen an Schlechtwettertagen eher mehr Wahlberechtigte zu den Urnen als bei Sonnenschein. Und die Prognose lässt einen eher trüben und kühlen Wahltag erwarten.

Seit 1994 jedenfalls gilt, dass bei Nationalratswahlen jede Sonnenstunde am Wahltag die Wahlbeteiligung um 0,6 Prozentpunkte verringert hat, wie die ZAMG berechnete.

Hier finden Sie Öffnungszeiten und Adressen aller Tiroler Wahllokale: http://go.tt.com/1fSaFon

Ausgangslage FPÖ

07:37 Uhr

Die FPÖ führt zum dritten Mal Heinz-Christian Strache in die Wahl. 2008 war die FPÖ mit ihm - nach zwei Wahlschlappen - wieder unter den Wahlsiegern. Mit einem Plus von 6,50 Prozentpunkten und 17,54 Prozent blieb sie aber noch weit unter dem Rekordergebnis Jörg Haiders von 26,91 Prozent im Jahr 1999, als die FPÖ sogar knapp vor der ÖVP lag. Heuer gibt der selbst ernannte Kanzlerkandidat Strache als Wahlziel "20 Prozent und mehr" - am besten "Richtung 30 Prozent" - vor. Das ist „etwas“ mehr als die Umfragen - mit knapp über 20 Prozent - ausweisen.

Mehr als fraglich ist eine neue Regierungsbeteiligung: Die SPÖ will keine Koalition mit den Blauen - und mit der ÖVP allein reicht es wohl nicht; da wäre ein Dritter, etwa "Frank", nötig. Erfahrung in der Regierung hat die FPÖ: Fast neun Jahre, zuerst in den 80er-Jahren mit der SPÖ, dann von 2000 bis zur Abspaltung des BZÖ im Jahr 2005 mit der ÖVP. Ihren einzigen Landeshauptmannsessel hat die FPÖ heuer bei der Kärntner Landtagswahl aber verloren.

Ausgangslage ÖVP

07:19 Uhr

Die ÖVP geht ebenfalls mit dem historischen Tiefststand (25,98 Prozent nach einem Minus von 8,35 Prozentpunkten) in die Wahl - aber mit einem neuen Spitzenkandidaten. Außenminister Michael Spindelegger löste Josef Pröll (nach dem Rücktritt aus Gesundheitsgründen) ab, der kurz nach der Wahl 2008 Wilhelm Molterer abgelöst hatte. Denn dieser hatte die vorgezogene Wahl 2008 initiiert, die der ÖVP ein Debakel bescherte. Spindeleggers Ziel ist, Erster und Kanzler zu werden. Das versprechen die Umfragen allerdings seit langem nicht, da lag die ÖVP bei 22 bis 26 Prozent, mit zuletzt fallender Tendenz.

Zuletzt hatte die ÖVP 2002 die SPÖ überholt - und davor letztmals 1966. Regierungspartei ist die ÖVP aber durchgehend seit Anfang 1987; insgesamt war sie es in der Zweiten Republik fast 51 Jahre, in elf der 20 Legislaturperioden. In neun Perioden stellte die ÖVP den Kanzler. Der bisher letzte - und fünfte - VP-Kanzler war Wolfgang Schüssel in der schwarz-blau-orangen Koalition.

Ausgangslage SPÖ:

06:53 Uhr

Die SPÖ geht mit dem historischen Tiefststand von 29,26 Prozent in die Wahl - nachdem sie 2008 mit einem Minus von 6,08 Prozentpunkten erstmals unter die 30-Prozent-Marke fiel. Den 2006 zurückeroberten ersten Platz verteidigte sie aber, Werner Faymann wurde Bundeskanzler in der Koalition mit der ÖVP - und ist jetzt wieder Spitzenkandidat. Wieder in der Regierung ist die SPÖ seit Anfang 2007; in der Zweiten Republik war sie das insgesamt fast 57 Jahre lang, in 17 der 20 Legislaturperioden. In elf Perioden stellte sie den Kanzler. Der erste war Bruno Kreisky 1970, es folgten fünf weitere rote Kanzler. Unter Kreisky erreichte die SPÖ 1979 ihr bestes Wahlergebnis, 51,03 Prozent.

Das rote Wahlziel für heuer ist Platz eins, wieder den Kanzler stellen - und wieder über 30 Prozent zu kommen. Ersteres dürfte gelingen, letzteres ist laut den Umfragen (zwischen 26 und 28 Prozent) unwahrscheinlich.

Öffnungszeiten und Adressen der Tiroler Wahllokale

06:26 Uhr

Die ersten Wahllokale in Tirol sind bereits seit 6 Uhr geöffnet, die meisten öffnen zwischen 7 und 8 Uhr. In kleineren Gemeinden ist bereits um 12 Uhr Wahlschluss, in größeren Orten kann man bis 17 Uhr seine Stimme abgeben. Hier finden Sie Öffnungszeiten und Adressen aller Tiroler Wahllokale: http://go.tt.com/1fSaFon

Wahlschluss ist um 17 Uhr, dann werden erste Hochrechnungen und einzelne Ergebnisse veröffentlicht. Das vorläufige Endergebnis wird zwischen 19.30 und 20 Uhr erwartet.

NR-Wahl 2013 gestartet

06:06 Uhr

Guten Morgen im Wahl-Blog! Heute ist es soweit. 6,381.495 Österreicher ab 16 Jahren sind dazu aufgerufen, einen neuen Nationalrat zu wählen. Dieser setzt sich aus 183 Abgeordneten zusammen. Er ist für die Bundesgesetzgebung verantwortlich und übt auch wichtige Kontrollfunktionen aus. So prüft er die Arbeit der Regierung durch schriftliche oder Dringliche Anfragen, und kann Regierungsmitgliedern auch das Vertrauen entziehen und so ihre Amtsenthebung erzwingen.

Neun Parteien stehen heute bundesweit zur Wahl. Das sind SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZÖ, Grüne, Team Stronach, KPÖ, NEOS und die Piraten. Nur in einzelnen Bundesländern treten die Christliche Partei (Burgenland, Oberösterreich, Steiermark, Vorarlberg), „Der Wandel“ (Oberösterreich und Wien),die Männerpartei (Vorarlberg), die EU-Austrittspartei (Vorarlberg) und die Sozialistische LinksPartei (Wien) an.

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