Suche nach Larissas Leiche dauert an

Während Angehörige um die 21-jährige Larissa trauern, sucht die Polizei fieberhaft nach ihrer Leiche. Auch am Samstag wurde der Inn akribisch abgesucht.

Innsbruck – Die Suche nach der Leiche der seit 14. September in Tirol abgängigen 21-jährigen Larissa B. hat auch am Samstagnachmittag noch angedauert. Der 24-jährige Freund der jungen Frau soll sie laut Ermittlern erwürgt und anschließend in den Inn geworfen haben. Derzeit werde der Fluss vom Kraftwerk Kirchbichl (Bezirk Kufstein) flussaufwärts mit Feuerwehrbooten, Suchhunden und einem Sonargerät durchsucht, sagte Einsatzleiter Christoph Kirchmair.

Bisher habe man die Suche auf jene Bereiche konzentriert, wo Larissas Leiche aufgrund von Fließgeschwindigkeit und Strömungen sein könnte, erzählte Kirchmair. „Das blieb leider ohne Ergebnis, deshalb werden wir jetzt den Inn Stück für Stück vom Kraftwerk Kirchbichl bis zum Tatort in der Nähe von Innsbruck absuchen“, fügte der Polizist hinzu.

Zwei Boote der Feuerwehr wurden mit Suchhunden besetzt. Sämtliche Buchten und der Wasserverlauf des Inns wurden in Augenschein genommen. Die Suchhunde wurden auf den Booten platziert, um eine Fährte aufnehmen zu können. Auf einem der Boote wurde ein Sonar installiert. Mit diesem Gerät wurde unter anderem auch das Auffangbecken beim Rechen in Kirchbichl abgesucht.

Insgesamt waren am Samstag 25 bis 30 Einsatzkräfte an der Suche beteiligt, so die Polizei in einer Aussendung. Die Tiroler Wasserretter suchten bereits zuvor mit 30 Mann und acht Booten alle Buchten und den Flussverlauf von der Ablegestelle bis zur Staatsgrenze auf Sicht ab. Ein Suchflug mit dem Polizeihubschrauber erbrachte ebenfalls kein Ergebnis.

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Die Suche wurde gegen 17:00 Uhr ohne Ergebnis eingestellt, der Sucheinsatz wird am Sonntag gegen 8 Uhr wieder aufgenommen.

Laut derzeitigem Ermittlungsstand soll der 24-Jährige, der Donnerstagabend wegen Mordverdachts festgenommen wurde, die junge Frau in seiner Wohnung erwürgt, sie in der Tiefgarage in den Kofferraum seines Wagens gelegt und zum Inn gebracht haben. Das Motiv für die Tat war laut Ermittlern vorerst unklar. Es gebe verschiedene Aussagen aus dem Freundeskreis, wonach es am Abend vor dem Verschwinden der jungen Frau zwischen den beiden einen Streit gegeben haben soll. (TT.com, APA)


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