U-Haft für sieben weitere Greenpeace-Aktivisten verlängert

Der Greenpeace-Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis beschäftigt weiter die russische Justiz. In Murmansk lässt ein Gericht weitere Crewmitglieder des Aktionsschiffs „Arctic Sunrise“ einsperren. Die Umweltorganisation ruft weltweit zu Protesten auf.

Aktivisten demonstrieren am Sonntag gegen die Inhaftierung der Umweltschützer in Russland.
© EPA/PETER KLAUNZER

Moskau – Die russische Justiz hat für sieben weitere Greenpeace-Aktivisten die Untersuchungshaft wegen einer Protestaktion in der Arktis auf zwei Monate verlängert. Die Umweltschützer müssten bis zum 24. November in Haft bleiben, entschied am Sonntag ein Gericht in Murmansk. Zu den sieben Betroffenen der Entscheidung gehört der Greenpeace-Sprecher Dmitri Litvinov, ein US-Schwede russischer Herkunft.

Mit der Gerichtsentscheidung vom Sonntag gilt nun für fast alle der 30 Aktivisten, die mit dem Eisbrecher „Arctic Sunrise“ in der Arktis unterwegs gewesen waren, eine zweimonatige Untersuchungshaft. Für 22 Aktivisten war eine entsprechende Anordnung bereits am Donnerstag ergangen. Für den letzten Aktivisten stand die Gerichtsanhörung noch aus - deshalb blieb es zunächst bei einer 72-stündigen Untersuchungshaft.

Die Greenpeace-Gruppe war am 18. September mit der „Arctic Sunrise“ zu einer Ölbohrplattform des russischen Energieriesen Gazprom in der Barentssee gefahren. Zwei Aktivisten aus der Schweiz und Finnland versuchten erfolglos, auf die Plattform zu gelangen, um auf die Gefahren durch die Gas- und Ölförderung in der Arktis aufmerksam zu machen.

Am nächsten Tag stürmte die Küstenwache, die dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB untersteht, die „Arctic Sunrise“ und brachte das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff samt Besatzung nach Murmansk. Die Justiz legte den Aktivisten Piraterie zur Last. (APA)

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