Zehn Tiroler Tickets fürs Hohe Haus

Die FPÖ und die Grünen haben in Tirol je ein Mandat dazugewonnen. Bei der ÖVP rückt Franz Hörl nach, wenn Karlheinz Töchterle in die Regierung geht. Die SPÖ hält ihre zwei Mandate.

Von Anita Heubacher

Innsbruck – Die Umrechnung der Wählerstimmen auf Mandate kann ein knappes Rennen werden. Am Sonntagabend zeichnete sich folgendes Bild ab: Die ÖVP kann in Tirol vier Mandate holen und das Grundmandat im Oberland zurückerobern. Dieses geht an Elisabeth Pfurtscheller. Auch Josef Lettenbichler im Wahlkreis Kufstein-Kitzbühel kommt über ein Grundmandat in den Nationalrat ebenso wie Hermann Gahr über Schwaz und Innsbruck-Land. Spitzenkandidat Karlheinz Töchterle dürfte in die Regierung aufrücken, dann folgt Franz Hörl in den Nationalrat nach. Nicht dabei sein wird Georg Keuschnigg. Er saß auf einem Kampfmandat und dabei reichte das Ergebnis für den Einzug ins Parlament nicht. Via Bundesliste ist Generalsekretär Hannes Rauch abgesichert. Er hat, wie auch immer der heutige Parteivorstand in Wien über die Geschicke der Parteiführung entscheidet, ein Mandat.

Die SPÖ konnte ihren Mandatsstand halten. Spitzenkandidatin Gisela Wurm aus Innsbruck zieht ebenso in den Nationalrat ein wie Max Unterrainer aus dem Bezirk Innsbruck-Land. Weiterhin spannend bleibt, ob Parteichef Gerhard Reheis über die Bundesliste in den Nationalrat kommt. Das konnte die rote Parteileitung am Sonntag noch nicht sagen. Voraussetzung für den Sprung nach Wien ist, dass die SPÖ in die Regierung einzieht und das möglichst mit Mandataren, die vor Reheis gereiht sind. Bleibt Reheis in Innsbruck, könnte auch in der Partei alles beim Alten bleiben. Geht er nach Wien, ist die offene Frage, wer im Landtag als Klubobmann nachrückt. Auch die SPÖ hat heute Abend eine Sitzung des Parteivorstandes.

Jubel zeichnete sich schon am frühen Nachmittag bei den Freiheitlichen ab. Spitzenkandidat Peter Wurm aus Innsbruck-Land hat ein fixes Ticket für den Nationalrat ebenso wie der ehemalige Parteichef und jetzige Ex-Klubobmann Gerald Hauser. Die Dritte im Bunde ist Carmen Gartelgruber. Die Wahltirolerin ist über die Bundesliste abgesichert. Außerdem hatte es gestern so ausgesehen, als würde sich für die FPÖ sogar ein drittes Grundmandat ausgehen. Personell würde das bei den Tiroler Blauen nichts ändern.

Die Grünen konnten ebenso wie die FPÖ ein Mandat dazugewinnen. Der langjährige ehemalige Klubobmann der Grünen, Georg Willi, übersiedelt ins Parlament nach Wien. Der zweite Sitz geht an die Telferin Aygül Berivan Aslan. Über die Bundesliste ist die Tirolerin Sigrid Maurer abgesichert. Auch die ehemalige ÖH-Vorsitzende ist im Parlament.

Nicht in den Nationalrat schaffte es Walter Jenewein vom Team Stronach. Er verpasste das Grundmandat in Tirol und war auf der Bundesliste nicht abgesichert. Auch die Tiroler Spitzenkandidatin der Neos, Brigitte Gerhold, zieht nicht ins Parlament ein.


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