Stadt Kufstein bereitet neuen Protest vor

Kufsteiner Stadtrat will keine A-12-Demo, sondern den Kreisverkehr blockieren. Auch über den Kaiserlift gibt es noch Gespräche.

Von Wolfgang Otter

Kufstein –Der Countdown läuft: zum einen bis zu den Vignettenkontrollen ab der Grenze, die in knapp acht Wochen durchgeführt werden, zum anderen zur nächsten Kundgebung gegen dieses Ende der Ausnahmeregelung für die Stadt Kufstein. Bekanntlich hatte die Stadtgemeinde bereits am 20. September zum Protest gerufen, da man in Kufstein befürchtet, nicht nur sprichwörtlich unter die Räder des Ausweichverkehrs zu kommen.

Bei einem runden Tisch werden sich die Fraktionen nun den Kopf darüber zerbrechen, wo und wann der richtige Platz bzw. Zeitpunkt für die nächste Demo ist. „Wir haben im Stadtrat darüber diskutiert und die Idee verworfen, die Autobahn zu blockieren“, berichtet BM Martin Krumschnabel. Der Vorteil einer Kundgebung auf der A12 sei, dass sie großes Aufsehen errege. Aber es gebe einen ganz entscheidenden Nachteil: Durch eine solche Blockade „würde der Verkehr auf die Landesstraße geleitet, und genau das wollen wir nicht“. Eventuell werde daher der Kreisverkehr der Abfahrt Nord dichtgemacht.

Diesmal müssten auch die restlichen betroffenen Gemeinden wie in Bayern Kiefersfelden und in Tirol Niederndorf und Ebbs stärker eingebunden werden. „Bei der letzten Kundgebung haben wir das zu wenig getan“, meint Krumschnabel selbstkritisch. Das Ziel könnte sein, diesmal den Verkehr auf die Autobahn zu zwingen. Nähere Details werden in ein bis zwei Wochen festgelegt.

Währenddessen zeichnet sich auch auf Parlaments­ebene ein neuer Vorstoß ab. Bei einem philosophischen Café der Grünen im Kufsteiner Rathaussaal waren sich Sprecher der im Nationalrat vertretenen Parteien (nur die SPÖ fehlte) einig, dass die Vignettenkontrollen ausgesetzt werden müssten, bis eine Regelung für Kufstein vorliege. Die Ideen von Georg Willi (Grüne), NR Josef Lettenbichler (FPÖ), Christofer Ranzmaier (FPÖ) und Peter Rief (Team Stronach) reichten von einem Antrag aller Parteien bis hin zu Gesprächen der Tiroler Nationalräte mit der für das Verkehrsministerium zuständigen Politikerin bzw. dem zuständigen Politiker.

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In der Warteschlange hängt derzeit trotz aller Gespräche auch die Sanierung des Kaiserliftes. Eigentlich hätte es dazu einen Tagesordnungspunkt bei der jüngsten Gemeinderatssitzung geben sollen.

Der wurde aber abgesetzt, da noch ein klärendes Gespräch mit LH Günther Platter stattfindet, an dem Vertreter aller Fraktionen teilnehmen. „Wir müssen noch einige Fragen klären, auch jene, wie weit uns das Land unterstützt“, erklärt Krumschnabel. An und für sich hatte der Stadtrat bereits die Sanierung beschlossen.


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