Ein starkes Zeichen für Klimaschutz

Die Klimaschule des Nationalparks schärft das Bewusstsein der Jugend. Nun sind die Osttiroler Ranger mit dem Angebot auch in Nordtirol aktiv.

Von Claudia Funder

Matrei i. O. –Es sind wertvolle Eindrücke und Anregungen, die von den Schülern mit nach Hause genommen und im Alltag gelebt werden sollen. Am 19. Juni 2010 als mobiles Angebot offiziell ins Leben gerufen, verfolgt die Klimaschule des Nationalparks Hohe Tauern das Ziel, dass junge Menschen die Auswirkungen ihres täglichen Tuns auf das Klima besser abschätzen können. Das dazu erforderliche Wissen wird von Rangern des Parks vermittelt – eindrucksvoll, aber ganz ohne den Zeigefinger zu heben.

Bisher kamen rund 5500 Schüler in den Genuss dieses von der Unesco ausgezeichneten Unterrichts, der – da der Bereich Klimawandel nur marginal durch bestehende Lehrpläne abgedeckt ist – einen wesentlichen Mosaikstein zur Bewusstseinsbildung der Kinder- und Jugendlichen darstellt. 10.000 weiteren Schülern soll bis 2016 das facettenreiche, kostenlose Bildungsprogramm, bei dem die aktive Mitarbeit der jungen Teilnehmer großgeschrieben wird, nähergebracht werden. Wie sehr das Interesse und das Klimabewusstsein bei den 9- bis 16-Jährigen geweckt wird, zeigt das Feedback: „Befragungen der Schüler nach dem Unterricht zeigten, dass 80 Prozent von ihnen mit Eltern oder Freunden über das Thema gesprochen haben“, freut sich Ranger Andreas Angermann, der für das Besucherservice zuständig ist. Die Schüler seien damit wichtige Multiplikatoren. Und das Projekt zieht seit Kurzem weitere Kreise. Angermann: „Seit diesem Schuljahr gibt es den viertägigen Unterricht auch erstmals in Nordtirol.“ Von den zwölf Osttiroler Rangern und zwei Helfern wurden dort bereits 13 Klassen besucht. Angermann: „Es wird jeweils ein regionaler Bezug hergestellt.“ Neben Impulsreferaten von den Rangern stehen auch selbstständiges Erarbeiten und Forschen in Projektgruppen sowie ein Outdoortag auf dem Programm. Interessierte Schulen können jederzeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern in Kontakt treten.

Das erfolgreiche Projekt wird von der Verbund AG, Österreichs größtem Stromerzeuger, unterstützt.


Kommentieren


Schlagworte