Sport bleibt Spielball der Politik

Das Bewegungsressort sucht in Österreich weiterhin eine dauerhafte Bleibe.

Von Florian Madl

Innsbruck –„Wir haben einfach keine Sportkultur“, befand Thomas Muster, ehemals Nr. 1 der Tennis-Weltrangliste, in einem Interview zur Situation des Sports in Österreich. Und verfolgt man Gerüchte, die sich nach der Nationalratswahl um politische Zuständigkeiten ranken, so muss man dem Steirer neuerdings beipflichten. Zwar dürfte das Sportressort auf Bundesebene weiterhin Sache der Roten bleiben, doch Gerald Klug (zuletzt verantwortlicher Minister für Landesverteidigung und Sport) spielt darin offensichtlich keine große Rolle mehr. Hintergrund: Nachdem der Steirer das Amt erst vor neun Monaten von Norbert Darabos übernommen hatte, könnte sein geringer Zuspruch durch Vorzugsstimmen und daneben das schwache Landesergebnis seine Aussicht schmälern. „Ich wäre bereit, wenn man mich will“, meinte der 44-Jährige noch vor der Wahl. Doch eben das wird augenblicklich in Zweifel gezogen. Vielmehr – jetzt sieht es sogar danach aus, als beanspruche Werner Faymann neben dem Kanzleramt auch das Sport­ressort für sich. Ein Staatssekretär würde ihn dabei nicht unterstützen, dieses Amt spart man sich.

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