Haftjahr für rückfälligen Pädophilen

Innsbruck – Unverbesserlich zeigte sich gestern am Landesgericht ein 65-jähriger Pensionist, der wegen Sexualdelikten gegen Unmündige schon ...

Innsbruck –Unverbesserlich zeigte sich gestern am Landesgericht ein 65-jähriger Pensionist, der wegen Sexualdelikten gegen Unmündige schon zweimal verurteilt worden war. Trotz schon verbüßter Haft hatte der Mann nämlich laut Staatsanwältin Karin Draschl schon wieder 571 Kinderpornos von unmündigen Minderjährigen und 235 solcher Bilder von Minderjährigen auf seinem Computer.

Aufgeflogen ist der Mann diesmal über Chats in einschlägigen Foren. Nur ein reumütiges Geständnis hätte den Pädophilen wohl vor dem Gefängnis retten können. Das Gegenteil war vor Richterin Christine Gstrein der Fall. „Ich kann zu der Anklage nicht Stellung nehmen. Wollen würde ich, wenn ich könnte. Ich bin unschuldig!“, versuchte der neuerlich Überführte den Verdacht zwischen den Zeilen auf einen Dritten zu lenken.

Mit wenig Erfolg. Hatte der Mann doch selbst angegeben, dass niemand Zugang zu seinem Computer hat und waren doch viele der Kinderpornobilder eigens auf seinen USB-Sticks abgespeichert. Dem nicht genug, hatte der Mann das Bildmaterial auch noch weiterversandt. Dies brachte dem 65-Jährigen einen Strafrahmen von bis zu drei Jahren Haft ein. Richterin Gstrein hielt dann ein Jahr Gefängnis aufgrund des Rückfalls und des indirekt erzeugten Kinderleids als angemessen. Dazu kommen 10.543 Euro EDV-Gutachterkosten. Der Verurteilte meinte darauf nur, dass er das Urteil nicht akzeptiere und ob er denn Staatsanwältin und Richterin noch schnell fotografieren könne. (fell)

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