Opferrolle Österreichs hilft „extremen Rechten“

Der Sarkozy-Vertraute Alain Minc warf Österreich fehlende „Entnazifizierung“ vor.

Paris/Wien – Der französische Intellektuelle und Sarkozy-Vertraute Alain Minc hat sich am Montag in einem Fernsehinterview zum Vorstoß der „extremen Rechten“ bei der Nationalratswahl in Österreich geäußert. „Die Österreicher wollten glauben machen, dass sie auf der Seite der Opfer waren, und es gab daher keine Entnazifizierung“, sagte Minc im französischen Nachrichtensender BFM TV.

Deutschland habe dagegen in diesem Zusammenhang eine „hervorragende Arbeit“ geleistet, deshalb hätten extreme Parteien bei den jüngsten Bundestagswahlen auch keinen Vorstoß geschafft, so Minc. „Deutschland ist das demokratischste Land Europas“, betonte der 61 Jahre alte Politikberater und Autor.

Bewundernd äußerte sich Minc, der beim Verlag Grasset den Essay „Vive l‘Allemagne“ veröffentlicht hat, über die Fähigkeit der deutschen Regierung, 17 Millionen Ex-DDR-Bürger in die Bundesrepublik zu integrieren, „ohne Extremismen oder Populismus auszulösen“. (APA)

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