Seltsamer Exote sorgt für Aufsehen

Breitenwang – Einen im Außerfern nicht alltäglichen Fund machte Artur Egger bei einem Sonntagsspaziergang im Ortsteil Lähn. Sowohl die signa...

Breitenwang –Einen im Außerfern nicht alltäglichen Fund machte Artur Egger bei einem Sonntagsspaziergang im Ortsteil Lähn. Sowohl die signalrote Farbe als auch der beißende Geruch des handtellergroßen Gewächses zogen die Aufmerksamkeit des Breitenwangers auf sich.

Das Rätsel um das seltsame Gebilde war rasch gelöst. Bei Eggers Fund handelt es sich nämlich um einen so genannten Tintenfischpilz. Dieser stammt ursprünglich aus Neuseeland und Australien und wurde wahrscheinlich mit Wollimporten nach Europa eingeschleppt. Der Pilz entwickelt zunächst ein schmutziges, weißes, rundliches „Hexenei“, das kurz vor der Reife des Pilzes aus dem Boden bricht. Nach dem Aufplatzen dieses Eis bilden sich vier bis sechs rote Arme, die sich in der Folge auseinanderbiegen. Der Fruchtkörper ähnelt dann einem Tintenfisch mit ausgebreiteten Armen. Die Innenseite der Arme ist mit einer dunklen Sporenmasse bedeckt, die mit ihrem üblen Aasgeruch Fliegen und Mistkäfer anlockt.

„Er ist ungenießbar. Gefahr geht von dem Einwanderer aber keine aus – weder für Mensch noch für Natur“, weiß Martin Kirchmair vom Institut für Mikrobiologie der Uni Innsbruck.

Trotzdem sollte man sich im eigenen Interesse vor Hautkontakt mit dem Exoten hüten. Denn sowohl den öligen Schleim als auch den Geruch von totem Tier wird man über Tage nicht mehr los. (fasi)


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