Missbrauch in Tiroler Heimen: Land zahlt weitere 164.700 Euro aus

Laut Soziallandesrätin Christine Baur seien bisher mehr als zwei Millionen Euro an 234 Opfer ausbezahlt worden.

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Innsbruck – Die Tiroler Landesregierung hat am Dienstag in ihrer Regierungssitzung zusätzliche Entschädigungszahlungen für Opfer von Missbrauch in Tiroler Heimen zwischen den 1940er und 1990er-Jahren beschlossen. Insgesamt 164.700 Euro werden dabei einer bereits bestehenden Gruppe aus derzeit 20 Personen bereitgestellt, die psychotherapeutisch begleitet werden, sagte Grüne-Soziallandesrätin Christine Baur. Diese Gruppe könne auch erweitert werden, meinte die Landesrätin.

Bei der nunmehr beschlossenen Auszahlung handelte es sich um die erste unter der neuen schwarz-grünen Koalition. Insgesamt seien bisher mehr als zwei Millionen Euro an 234 Opfer ausbezahlt worden. 452 Betroffene hätten sich bis dato bei der Anlaufstelle Opferschutz gemeldet, 276 davon seien an die zuständige Kommission weitergeleitet worden, erklärte Baur. Die Anzahl der Hilfe Suchenden werde zwar zunehmend geringer, aber vereinzelt würden sich schon noch Personen an die Anlaufstelle wenden, so die Soziallandesrätin. (APA)


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