Kufsteiner Buspassagiere immer am Laufenden

Das digitale Zeitalter hat bei den Bushaltestellen Einzug gehalten: Mit Hilfe von GPS-Sendern werden die Ankunftszeiten errechnet.

Von Michael Mader

Kufstein –Nun verfügt auch die Festungsstadt über ein modernes System zur Anzeige der Ankunfts- bzw. Abfahrtszeiten der verschiedensten Stadtbuslinien und der Regio-Busse. Vier der Kufsteiner Haltestellen wurden mit dem so genannten Dynamischen Fahrgastinformationssystem (DFI) ausgestattet. „Dafür haben wir die Haltestellen am Oberen Stadtplatz, in der Kinkstraße, bei der Firma Eder und in der Marktgasse ausgewählt. Also jene Haltestellen, wo zumindest zwei verschiedene Linien halten“, erklärt Stadtwerke-Prokurist Wolfgang Gschwentner. Die städtische Gesellschaft ist nämlich für die Organisation der Stadtbusse verantwortlich.

Die Gesamtkosten für die modernen Anzeigen belaufen sich auf mehr als 65.000 Euro. Mit ein Grund, warum nur vier Haltestellen damit ausgerüstet wurden. „Und an Haltestellen, die nur von einer Linie im 20-Minuten-Takt angefahren werden, macht so ein System relativ wenig Sinn“, ergänzt Gschwentner. Es ist aber angedacht, dass nach dem Umbau am Bahnhof auch beim neuen Busterminal solche Infotafeln in­stalliert werden. Gschwentner: „Da brauchen wir dann aber sicher größere.“

Das Dynamische Fahrgast­informationssystem wird ebenso wie auch die Haltestellen vom Verkehrsverbund Tirol (VVT) einheitlich gestaltet. Der größte Vorteil für die Kunden: Durch einen GPS-Sender im Bus wird ständig der aktuelle Standort ermittelt und so die aktuellen Ankunfts- bzw. Abfahrtszeiten an den Informationstafeln angezeigt. „Wir wollten einfach die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel noch attraktiver machen“, freut sich Gschwentner über das neue System. Das DFI hat aber auch noch eine Besonderheit aufzuweisen, wie VVT-Pressesprecher Philipp Penetzdorfer erklärt: „Für Menschen mit Sehschwäche bzw. ältere Personen oder auch Kinder gibt es orange Kästchen, die auch für Blinde mit Brailleschrift versehen sind und die bei Berührung die Fahrgastinformationen vorlesen. Das haben wir zuerst in Innsbruck und dann in Schwaz ausprobiert.“ Die sprechende Haltestelle habe sich bewährt und sei jetzt zum Standard geworden.

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