Ecuador will Fall Assange vor internationales Gericht vorbringen

Seit mehr als einem Jahr führt Ecuador erfolglose Verhandlungen mit London über ein freies Geleit für den Wikileaks-Gründer.

Julian Assange - hier im November 2011 - lebt seit Juni 2012 in der Botschaft Ecuadors in London.
© Reuters/SUZANNE PLUNKETT

Quito/Den Haag – Ecuador erwägt, über die internationale Gerichtsbarkeit freies Geleit für Wikileaks-Gründer Julian Assange zu erreichen. Außenminister Ricardo Patino erklärte am Dienstag, nach über einem Jahr erfolgloser Gespräche mit der britischen Regierung sei eine Klage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag nicht auszuschließen, wie die Zeitung „El Telegrafo“ berichtete.

Assange hält sich seit dem 19. Juni 2012 als Asylant in Ecuadors Botschaft in London auf. Die britischen Behörden wollen ihn festnehmen, sobald er die diplomatische Vertretung verlässt, da gegen den 42-jährigen Australier ein EU-weiter Haftbefehl vorliegt. Er wird in Schweden verdächtigt, Sexualstraftaten begangen zu haben. Allerdings befürchtet der Gründer des Internet-Enthüllungsportals Wikileaks, dass er an die USA ausgeliefert werden soll, wo ihm wegen der Veröffentlichung vertraulicher US-Dokumente u.a. diplomatische Depeschen sowie Informationen zu den Kriegen in Afghanistan und dem Irak - der Prozess gemacht werden könnte. (APA/dpa)

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