Rattenurin im Wasser löste Epidemie auf den Philippinen aus

Bereits sechs Menschen fielen der Krankheit Leptospirose zum Opfer, mehr als 100 Menschen sind daran erkrankt.

Olongapo – Mit Rattenurin verunreinigtes Wasser hat im Norden der Philippinen eine Epidemie ausgelöst, bei der bereits mindestens sechs Menschen gestorben und 132 erkrankt sind. In der im vergangenen Monat von Überschwemmungen betroffenen Region um die Stadt Olongapo breite sich die Krankheit Leptospirose aus, sagte der Gesundheitsbeamte Jessie Fantone am Mittwoch.

Diese bakterielle Infektion werde durch Rattenurin in überschwemmten Gebieten verbreitet. Die Krankenhäuser der Gegend erlebten einen Ansturm von Patienten, berichtete der Beamte. Die Inkubationszeit für Leptospirose betrage bis zu 30 Tage, so dass die Krankheit auch lange nach dem Ende der Überschwemmungen auftreten könne.

Leptospirose beginne mit Grippe-ähnlichen Symptomen und könne letztlich zu Nierenversagen führen. Möglich sei eine Infektion sowohl durch das Verschlucken von verseuchtem Wasser wie auch über die Haut.

Bei den Überschwemmungen in und um Olongapo im vergangenen Monat waren mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. (APA/AFP)


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