Autohändler drängen auf eigene Messe

Die Fahrzeugschau will sich möglichst bald von der Tiroler Frühjahrsmesse verabschieden.

Innsbruck –Der Autosalon ist ein Zugpferd der Frühjahrsmesse in Innsbruck. Das ist auch den Händlern bewusst, die künftig eigene Wege gehen wollen. „Wir planen eine Tiroler Autoschau, unabhängig von der Frühjahrsmesse“, betont der Obmann des Autohandels, Wolfgang Rötzer.

Viele Besucher hätten schon bisher wegen der fahrbaren Untersätze auf der Frühjahrsmesse vorbeigeschaut. Den Motor-Fans wolle man daher künftig ein vergrößertes Angebot bieten: mehr Autos, mehr Ausstellungsfläche.

Rötzers Wunschtermin für die Automesse ist „Ende Jänner, Anfang Februar“, wenn möglich schon 2014, spätestens aber ab 2015. Denn: „Der Termin der Frühjahrsmesse im März ist für uns zu spät, da sind die Kaufentscheidungen vielfach schon gefallen.“

An den Kosten werde die Messe nicht scheitern, ist Rötzer überzeugt. „Jeder Aussteller zahlte bisher pauschal 6000 Euro. Wenn wir mehr Fläche buchen, müssten wir günstiger abschneiden.“

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Ein Hindernis sieht Rötzer allerdings noch, und zwar in Person von Messedirektor Christian Mayerhofer. Rötzer: „Mayerhofer befürchtet, dass er die Frühjahrsmesse nicht mehr vollkriegt und dass weniger Leute kommen.“ Der angesprochene Messe­chef gibt sich gegenüber der TT wortkarg. „Es laufen Gespräch­e mit dem Autohandel“, sagt Mayerhofer nur. Rötzer drängt auf eine Entscheidung bis Ende Oktober.

Zu kämpfen hat die Auto­branche unverändert auch mit Absatzrückgängen. Öster­reichweit wurden bis Ende September 6,7 Prozent weniger Kfz zugelassen als im Vorjahr. Für Rötzer ist das „verkraftbar, weil die letzten Jahre Rekordjahre waren“. (mark)


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