Zwei Drumartic-Musiker traten die Heimreise an

Nach dem tragischen Autounfall in Südafrika wurden Ermittlungen gegen den einheimischen Lenker wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Von Claudia Funder

Lienz –Am Samstagabend war Markus Wendlinger, der herausragende 32-jährige Trommler der Osttiroler Formation Drumartic, bei einem schweren Autounfall in Südafrika zu Tode gekommen – die TT berichtete. Die Gruppe hatte einen Bandwettbewerb von „Vier Pfoten“ gewonnen und damit auch das Ticket für die Reise auf den Schwarzen Kontinent. Auf der Heimfahrt von einem Auftritt verunglückte das Quintett. Die Überlebenden und zum Teil schwer verletzten anderen Bandmitglieder Markus Warscher, René Mair, Peter Lindsberger und Sängerin Kathrin Mußhauser sowie Freundinnen der Bandmitglieder wurden indessen von der Polizei befragt. Untersuchungen wurden eingeleitet. Wie bekannt wurde, wird mittlerweile gegen den einheimischen Lenker des Geländeautos, in dem zwölf Personen saßen, wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Bevor die beiden Todesopfer – auch ein Vier-Pfoten-Mitarbeiter war bei dem Fahrzeugabsturz verstorben – nach Hause transportiert werden können, muss die Obduktion in Südafrika abgeschlossen werden. Das kann noch einige Tage dauern. Die verletzten Überlebenden sind alle stabil.

Die beiden Bandmitglieder Markus Warscher und René Mair traten mit ihren beiden Begleiterinnen bereits die Heimreise an. Sie nahmen einen Flug über Johannesburg nach München, wie Hannes Lindsberger, der Vater von einem der Drumartic-Musiker, im Gespräch mit der TT erzählte. Ob sie noch eine Nacht in Bayern verbrachten oder direkt nach Osttirol weiterreisten, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.

Lindsbergers Sohn Peter hatte bei dem fatalen Fahrzeugabsturz mit dem Ausflugsjeep über einen Hang Glück im Unglück und wurde kaum verletzt. „Er bleibt noch in Südafrika, bei der Sängerin Kathrin Mußhauser“, wie Lindsberger berichtet.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Diese werde aufgrund ihrer schweren Verletzungen nach wie vor stationär im Krankenhaus der Stadt Bethlehem behandelt. Die Sängerin wird noch einige Tage in Südafrika bleiben müssen.

Sobald es der gesundheitliche Zustand zulässt, soll auch sie so rasch wie möglich nach Hause kommen. „Kathrin Mußhauser wird nicht mit einem Linienflugzeug, sondern mit einem Air-Ambulanz-Jet nach Österreich gebracht werden“, berichtet Hannes Lindsberger.


Schlagworte