Schnelles Internet sichert die Zukunft in Brandenberg

Für Dienstleistungsbetriebe in Tälern ist die Internet-Infrastruktur eine Überlebensfrage. Brandenberg wird daher eine Breitbandgemeinde.

Von Walter Zwicknagl

Brandenberg –Ein Planungsbüro hat sich bereits mit der Streckenplanung und Kostenschätzungen für den Ausbau des Glasfasernetzes für Brandenberg beschäftigt. „,Breitbandgemeinde Brandenberg‘ soll nicht nur ein Schlagwort sein. Wir arbeiten hart daran“, bekräftigte BM Hannes Neuhauser bei einer Pressekonferenz. Dass ein Betrieb wegen der langsamen Internetverbindung das Hochtal verlasse, schmerze jedenfalls. „Gerade in den topografisch benachteiligten Seitentälern ist eine schnelle Internetverbindung notwendig“, pflichteten Martin Hirner als Obmann der Wirtschaftskammer Kufstein und Herbert Frech (Fachvertretung Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen) dem Gemeindechef bei.

„Rund 600.000 Euro müssen wir dafür in die Hand nehmen. Auf einer Länge von drei Kilometern kann die Leerverrohrung der Tiwag genutzt werden, auf einer Strecke von sieben Kilometern bis Breitenbach muss aber gegraben werden“, sagt Neuhauser. „Da können wir sicher von einem Pilotprojekt reden, wenn es auch in Stams, im Kühtai und in der Talschaft Lienz ähnliche Bestrebungen gibt“, zeigt Herbert Frech auf.

Mit dem Brandenberger Projekt wird im nächsten Jahr begonnen, Fertigstellungstermin ist im Jahr 2015. „Wenn man bedenkt, dass auf zwei Drittel der Brandenberger Ortsfläche, die 131 Quadratkilometer umfasst, das Handy nicht funktioniert, braucht man nicht lange von einem Nachholbedarf reden“, reagiert BM Neuhauser. Wenn das Land nicht mithelfen würde, wäre dieser Schritt in die Zukunft nicht möglich, meint der Bürgermeister, der die Grabungsarbeiten für das Glasfasernetz auch für ein Gehsteigprojekt nützen will.

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