Sprengstoff-Diebstahl: Kein Hinweis auf „extremistische Hintergründe“

Nach dem Sprengstoff-Diebstahl aus dem Lager einer Firma in Vils ermittelt das LKA in alle Richtungen. Eine „heiße Spur“ zu den Tätern gibt es nicht.

Vils - Im Fall des in der Nacht auf Dienstag aus einem Lager einer Firma in Vils im Bezirk Reutte gestohlenen Sprengstoffes hat es am Donnerstag weiter „keine heiße Spur“ von den Tätern gegeben. Dies sagte der Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes, Walter Pupp, der APA. Möglichen „extremistischen Hintergründen“ werde zusammen mit dem Landesamt für Verfassungsschutz nachgegangen. Vorerst deute aber nichts darauf hin.

Freilich muss laut Pupp in alle Richtungen ermittelt werden. Aber er warnte davor, voreilig Schlüsse zu ziehen: „Es kann beispielsweise auch einfach ein Bauer gewesen sein, der seinen Forstweg erweitern will“.

Bei dem Diebstahl aus dem Sprengbunker des Steinbruchunternehmens wurden mehrere Schlösser aufgebrochen. Das Lager wurde durch die Bergbaubehörde gesichert, erklärte der LKA-Leiter. Nach bisherigem Ermittlungsstand dürften die Sicherheitsvorkehrungen den Rechtsvorschriften entsprochen haben. Pupp betonte erneut, dass man auch mit den deutschen Kollegen zusammenarbeite. Schließlich war der Tatort nur zehn Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt.

Immense Sprengkraft

Die Frage, welche Sprengkraft der Einsatz der gestohlenen Menge habe, wollte Pupp nicht beantworten. Dies hänge nicht zuletzt auch davon ab, wo der Sprengstoff gezündet werde - ob etwa in einem Rohr oder auf freiem Feld. Bei 48 Kilogramm könne man aber von einer immensen Wirkung ausgehen.

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Bei dem Diebstahl war neben den zwei Paketen mit insgesamt 48 Kilogramm Sprengstoff auch eine etwa hundert Meter lange Zündschnur entwendet worden. Sprengkapseln wurden entgegen medialen Berichten laut Pupp nicht gestohlen. Dies sei aber wesentlich, weil ohne Sprengkapseln sei das Ganze auch nicht zündbar. (APA)


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