Firma Kapsch soll Drohnen für Österreichs Bundesheer bauen

Bis Jahresende sollen zwei der insgesamt sechs Drohnensysteme geliefert werden, zunächst investiert das Heer rund drei Mio. Euro.

Wien - Für den bereits länger angekündigten Kauf von Drohnen - also unbemannten Miniaturflugzeugen - für Aufklärungszwecke des Bundesheers ist nun der Zuschlag erteilt worden: Aus elf Anbietern wurde die Firma Kapsch mit Sitz in Wien ausgewählt, berichtete die „Presse“ (Samstagausgabe). Bis Jahresende sollen zwei der insgesamt sechs Drohnensysteme (ein System besteht aus drei Fluggeräten) geliefert werden, zunächst investiert das Heer rund drei Mio. Euro.

Der Sieger habe „das beste Preis-Leistungsverhältnis“ geboten, hieß es aus dem Verteidigungsressort. Kapsch vertreibt Flugkörper der französischen Firma „Survey Copter“, die die unbewaffneten Drohnen schlussendlich produziert. Eingesetzt werden sollen die Drohnen zur Aufklärung nach Naturkatastrophen im Inland oder zur Raumüberwachung bei Auslandseinsätzen. Die Mini-Flugzeuge wiegen rund acht Kilo, sind keine vier Meter breit und können bis zu zwei Stunden im Einsatz sein. Ausgestattet sind sie mit einem Tag- und Nachtsichtgerät, betrieben werden sie mit einem Elektromotor. Sie werden entweder per Hand oder Gummiseil gestartet, die Route wird vorher programmiert.

Zunächst muss einmal das Personal ausgebildet werden - die Firma Kapsch schult dafür ab 2014 österreichische Militärs, hauptsächlich aus dem Aufklärungs- und Artilleriebataillon, Jagdkommando und der Heerestruppenschule. Später soll evaluiert werden, ob und in welchem Ausmaß das Bundesheer noch zusätzliche Flugobjekte benötigt. Der Drohnenbestand soll bis 2018 noch weiter aufgestockt werden, insgesamt 16 Mio. Euro sind im Budget dafür reserviert. (APA)

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