Schiffsunglück auf dem Niger in Mali forderte mindestens 20 Tote

Unter den Opfern des Unglücks waren Behördenangaben zufolge 15 Kinder unter fünf Jahren.

Bamako – Mitten auf dem Niger-Strom in Westafrika ist ein großes Transportschiff auseinandergebrochen und hat mindestens 20 Menschen in den Tod gerissen. Unter den Opfern des Unglücks, das sich in der Nacht zum Samstag nahe der malischen Stadt Mopti ereignete, waren Behördenangaben zufolge 15 Kinder unter fünf Jahren.

Weitere 23 der insgesamt etwa 250 Insassen wurden zunächst vermisst, 210 konnten lebend aus dem Wasser geborgen werden. Das mit Passagieren überfüllte Schiff sei auf dem Weg von Mopti nach Timbuktu gewesen, als es in der Nähe des Ortes Konna aus noch unbekannter Ursache kenterte, berichtete die afrikanische Agentur APA in der Nacht auf Sonntag.

„Wir wissen nicht, warum das Schiff auseinandergebrochen ist“, sagte Dramane Diallo vom Zivilschutz. Die Bruchstelle habe am Heck des mit Waren beladenen Schiffes gelegen, Ermittlungen zur Unglücksursache seien angelaufen. Die Suche nach Überlebenden, bei der Dorfanwohner und in der Nähe fahrende Boote halfen, wurde in der Nacht zum Sonntag eingestellt und sollte am Morgen fortgesetzt werden.

Laut dem Gouverneur von Mopti sind Unfälle auf dem Fluss keine Seltenheit. Allerdings sei die hohe Opferzahl der jüngsten Tragödie „extrem ungewöhnlich“, sagte Ibrahima Hama Traore im öffentlichen Fernsehen. Die Behörden würden das Gespräch mit Transportunternehmen suchen, um den Schiffsverkehr besser zu regeln und die Überladung von Booten zu verhindern.

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Der 2500 Kilometer lange Niger-Strom ist eine der wichtigsten Transportachsen in Mali. Er verbindet den trockenen Norden des Landes mit dem vergleichsweise fruchtbaren Süden. (APA/AFP/dpa)


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