Noch mehr Zonen der Begegnung in Kufstein

Die Krankenhausgasse wird im Sinne von Shared Space um 375.000 Euro umgebaut. Nicht das letzte Projekt einer Begegnungszone.

Von Michael Mader

Kufstein –Noch rechtzeitig vor der Eröffnung der dritten Ausbaustufe der Fachhochschule Kufstein am 25. Oktober soll die angrenzende Krankenhausgasse in neuem Glanz erstrahlen. Seit Monaten wird mit Hochdruck daran gearbeitet. „Wir verwenden eine hochwertige, kontrastreiche Pflasterung, die dem architektonisch wertvollen Ambiente eine Aufwertung bringen wird“, erläutert Stadtbaumeisterin Elisabeth Bader. Aber auch die „Möblierung“ mit Bänken und Bäumen und die Umgestaltung im Sinne von Shared Space wird der Gasse ein neues Gesicht geben. „Wir haben hier die einmalige Chance, in Zusammenhang mit der Fachhochschule und dem Stadtpark eine Aufwertung zu erfahren und den Individualverkehr architektonisch zurückzudrängen“, ergänzt Bader.

Shared Space, zu Deutsch quasi gemeinsam genutzter Raum, wurde federführend vom Niederländer Hans Monderman entwickelt, kommt ohne Verkehrszeichen aus und räumt sowohl Fußgängern, Radfahrern als auch dem motorisierten Verkehr die gleichen Rechte ein.

In Kufstein spricht man hier aber eher von einer Begegnungszone, „weil die seit etwa zwei Jahren im Gesetz vorgesehen ist. Shared Space gibt es rechtlich ja nicht“, erklärt Bürgermeister Martin Krumschnabel. Die Krankenhausgasse wird aber nicht das letzte Shared-Space-Projekt in Kufstein sein. Ideen von Architekt Thomas Pilz für geeignete Plätze gibt es noch genug. Für Krumschnabel wird sich bei den Budgetgesprächen mit den anderen Parteien im November zeigen, welches Projekt als nächstes angegangen werden soll. „Dabei ist wichtig, wann und was die Österreichischen Bundesbahnen am Bahnhof machen.“ Der Vorplatz würde sich nämlich ebenfalls im Sinne von Shared Space umgestalten lassen. Krumschnabel: „Ich gehe aber davon aus, dass das erst 2015/16 spruchreif wird.“ So könnte die heuer zurückgestellte Josef-Egger-Straße zum Zug kommen.

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