Die Zähne zusammenbeißen

Nach dem 2:6 in Graz lecken die Haie ihre Wunden, der Mut ist nicht verschwunden.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Die Anfangseuphorie von den vier Heimsiegen gegen Laibach, Fehervar, Dornbirn und Graz ist bei den Innsbrucker Haien nach vier Niederlagen in Serie gegen den KAC, Villach, Znojmo und zuletzt eben in Graz verblasst. Am Tag danach hörte Kapitän Patti Mössmer aber auch schon wieder auf, Trübsal zu blasen: „Natürlich war die Gefühlslage unmittelbar nach dem Spiel in Graz frustrierend. Wenn man das Ganze am nächsten Tag betrachtet, muss man in dieser Saison dennoch von einem Schritt nach vorne sprechen.“

Zwei Unterzahltreffer innerhalb von 127 Sekunden im ersten Drittel brachten die Innsbrucker nach starkem Beginn in der Steiermark aber aus der Spur: „Wir agieren im Powerplay sehr risikoreich. Natürlich waren das große Fehler von uns“, hielt Mössmer, der mit den Donati-Zwillingen bei beiden Gegentoren am Eis war, mit der Wahrheit nicht hinter dem Berg. So etwas käme gottlob nicht alle Tage vor, bestätige aber die Ansicht, dass noch sehr viel zu tun sei. Die erste Linie stand in Graz gleich bei vier Gegentoren am Eis.

„Das Super-Gefühl von den Heimsiegen zu Saisonbeginn ist weg. Wir haben aber alle gewusst, dass das nicht so weitergehen wird“, kehrt Mössmer den Realismus hervor, um nach trainingsfreiem Montag heute wieder zur Tat zu schreiten. Mit einem Auswärts-Doppelpack beim KAC (Freitag) und in Laibach (Samstag) geht’s in der Erste Bank Eishockeyliga weiter.

„Wir können nur über die Defensive punkten. Und vier Short-Hander nach elf Spielen sind ein negativer Rekord“, merkt Obmann Günther Hanschitz zur Stunde an. Der Verletzung von Routinier Marek Malik (Fuß verdreht/fehlte in Graz) wolle man heute auf den Grund gehen. Dafür will Florian Pedevilla trotz chronischer Hüftschmerzen unbedingt wieder aufs Eis gehen. „Zähne zusammenbeißen“, gilt vorbildhaft für alle.

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„Das Vertrauen, das mir der Coach gibt, baut auf“, sprach indes Angreifer Daniel Frischmann (21) nach seinem ersten Liga-Treffer in Graz: „Die Partie hätte anders ausgehen können, wir haben uns selber geschlagen.“ Eine Geschichte, die sich nicht mehr zu oft wiederholen sollte. Diese Botschaft geht laut Hanschitz an die Leistungsträger.


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