Norwegische Regierung zurückgetreten

Jens Stoltenberg reichte am Montag sein Rücktrittsgesuch bei König Harald ein. Norwegen wird nach zukünftig von einem bürgerlichen Bündnis regiert.

Oslo – Die rot-grüne Regierung in Norwegen ist am Montag formal zurückgetreten. Ministerpräsident Jens Stoltenberg informierte zuerst das Parlament und reichte zu Mittag sein Rücktrittsgesuch bei König Harald ein. „Es ein wichtiger, würdiger und wehmütiger Tag heute“, sagte Stoltenberg in seiner letzten Pressekonferenz als Regierungschef. „Eine Regierung geht, eine neue kommt, das ist ein Teil unserer Demokratie.“

Die Chefin der konservativen Partei Hoyre, Erna Solberg, hat nach dem Rücktritt der Stoltenberg-Regierung von König Harald den Auftrag bekommen, eine neue Regierung zu bilden. „Du weißt, dass das ein wichtiger Punkt in deinem Leben ist, wenn Du ins Schloss gerufen wirst und so einen Auftrag bekommst“, sagte die zukünftige Ministerpräsidentin nach dem Termin beim König.

Hoyre wird mit der rechtspopulistischen Fortschrittspartei eine Minderheitsregierung eingehen und ist auf die Unterstützung der liberalen Venstre und der Christenpartei angewiesen. Am Mittwoch wird die Koalition die Regierung offiziell übernehmen. So lange bleiben Stoltenberg und sein Kabinett geschäftsführend im Amt.

Das Bündnis aus Arbeiterpartei, Zentrumspartei und Sozialistischer Linke unter Jens Stoltenberg hatte acht Jahre Norwegen regiert. Bei der Parlamentswahl im September wurde die Arbeiterpartei mit 30,4 Prozent zwar stärkste Partei im Parlament in Oslo, die Koalitionspartner waren aber zu schwach für eine rot-rot-grüne Mehrheit. (APA/dpa)

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