Erinnerung an Häftlingsaufstand in Sobibor vor 70 Jahren

Am 14 Oktober 1943 war mehr als 360 Häftlingen die Flucht aus dem Lager gelungen. Nur 50 von ihnen erlebten noch das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Warschau – Überlebende, Diplomaten sowie Kinder aus Polen und Israel haben am Montag im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Sobibor des Häftlingsaufstands vor 70 Jahren gedacht. Am 14 Oktober 1943 war mehr als 360 Häftlingen die Flucht aus dem Lager gelungen - knapp 50 von ihnen erlebten das Ende des Zweiten Weltkrieges.

Begleitet von Thomas Blatt, der aus dem Lager entkommen konnte, trugen Jugendliche aus Polen und Israel Texte mit Erinnerungen von Häftlingen vor. Am symbolischen Grab der Opfer zündeten die Teilnehmer der Gedenkfeier Kerzen zur Erinnerung an die mehr als 250.000 in Sobibor ermordeten Juden aus Polen, den Niederlanden, der Slowakei und anderen Ländern an.

Aussagen der wenigen Überlebenden sind bis heute die wichtigsten Quellen der Forschung zur Geschichte des Todeslagers. Die SS-Mannschaften hatten im Herbst 1943 das Lager abgerissen und das Gelände in einem ostpolnischen Waldgebiet wieder aufgeforstet, um ihre Spuren zu verwischen. (APA/dpa)


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