Kollers Zukunft beim ÖFB-Team weiter offen

Die entscheidenden Gespräche mit dem Schweizer sollen in den kommenden Tagen stattfinden.

Torshavn – Nach dem 3:0-Auswärtssieg der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Färöer zum Abschluss der WM-Qualifikation ist die Zukunft von Teamchef Marcel Koller nach wie vor offen. Auch nach dem Schlusspfiff am Dienstag in Torshavn wollte der Schweizer nicht verraten, ob er mit David Alaba und Co. auch in den kommenden Jahren zusammenarbeitet oder doch ein kolportiertes Angebot des deutschen Bundesligisten 1. FC Nürnberg annimmt.

Viel deutet auf einen Abschied des 52-Jährigen hin, unter dem es in 18 Partien acht Siege, drei Unentschieden und sieben Niederlagen (Torverhältnis 30:22) gab. Im Falle seines Abgangs wäre Koller damit der erste Langzeit-Teamchef seit Herbert Prohaska (1993-1999), der die ÖFB-Auswahl mit einer positiven Bilanz verlässt.

Mannschaft spricht sich für Koller aus

Noch ist es aber nicht so weit, schließlich stehen demnächst Gespräche mit ÖFB-Präsident Leo Windtner an. „Man wird sich sicher in der nächsten Woche zusammensetzen“, sagte Koller. In den vergangenen Tagen während des Lehrgangs wollte er keine Vertragsgespräche führen.

Geht es nach der Mannschaft, dann müsste der Coach seinen Kontrakt mit dem ÖFB besser heute als morgen verlängern. „Es sind viele Spieler zu mir gekommen und haben gesagt, dass sie gern weiterhin mit mir zusammenarbeiten würden“, erzählte der Schweizer.

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Ob dadurch Kollers Entscheidung maßgeblich beeinflusst wird, ist nicht klar. „Das ehrt mich natürlich und ich werde das in meine Überlegungen einbeziehen. Aber es gibt noch ein paar Punkte, bei denen wir uns nicht einig sind“, sagte der Teamchef über die Verhandlungen mit dem ÖFB.

Mit ihren Leistungen in den vergangenen Monaten haben die ÖFB-Internationalen dem Schweizer das Abschiednehmen zumindest schwerer gemacht. „Die Qualifikation hat viel Spaß gemacht, die Mannschaft ist weitergekommen“, betonte der von den 200 mitgereisten österreichischen Fans mit Sprechchören gefeierte Koller und ergänzte: „Die Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen.“

Eine der möglichen Gründe für einen Wechsel nach Nürnberg könnte die Gelegenheit sein, wieder täglich mit einer Mannschaft arbeiten zu dürfen. Allerdings sagte Koller nach dem Färöer-Match gegenüber ATV auch: „Am Anfang hatte ich große Probleme, nicht täglich auf dem Platz zu stehen. Mittlerweile kann ich mich aber auch mit dem Nationalteam anfreunden.“ (APA)


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