Skifahrer nach Kollision mit „Ski-Doo“ schwer verletzt: Geldbuße

Der 41-jährige Lenker des „Ski-Doo“ muss 720 Euro zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Rußbach – Mit einer Diversion ist am Mittwoch ein Prozess am Landesgericht Salzburg wegen eines schweren Unfalls mit einem Motorschlitten am 13. Februar 2012 im Skigebiet von Rußbach (Tennengau) zu Ende gegangen. Der beschuldigte Lenker des „Ski-Doo“, ein 41-jähriger Österreicher, war mit einem 85-jährigen Skifahrer kollidiert. Der Pensionist aus Oberösterreich erlitt schwere Verletzungen. Der Angeklagte erhielt eine - nicht rechtskräftige - Geldbuße von 720 Euro.

Die Staatsanwaltschaft hat anfangs einen Strafantrag wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen eingebracht. Da aber der Pensionist vier Monate nach dem Unfall gestorben war, wurde der Strafantrag modifiziert und der Beschuldigte wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen angeklagt. Nachdem aber in einem gerichtsmedizinischen Gutachten festgestellt wurde, dass der Tod des Mannes nicht „unfallkausal“ war, wurde der Strafantrag wieder im Sinne des ersten Antrages abgeändert. Für die Diversion hat Einzelrichter Roland Finster aber keine besonders gefährliche Verhältnisse angenommen.

Der Beschuldigte hatte laut Staatsanwaltschaft das akustisches Warnsignal und die Drehleuchte des Schneemobils nicht eingeschaltet, als er am Pistenrand in der Skiregion Dachstein-West bergauf fuhr und dann gegen den Skifahrer prallte. Der „Ski-Doo“-Lenker soll auch zu schnell unterwegs gewesen sein, was dieser jedoch bestritt. Er wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. (APA)

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