Zeit für erste Auswärtspunkte

Vor dem Gastspiel beim KAC und in Laibach beklagen die Haie einen Langzeit-Ausfall.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Wo ein Wille, da ist trotzdem nicht immer ein Weg. Vollgepumpt mit Schmerzmitteln wollte Florian Pedevilla in dieser Trainingswoche sein Comeback am Eis „feiern“, um letztlich feststellen zu müssen, dass die (chronisch) entzündete Hüfte doch nicht mitspielen will. Eine sechs- bis achtwöchige Pause muss sein, im schlimmsten Fall muss der 26-Jährige sogar unters Messer. „Halbe Sachen helfen weder mir noch der Mannschaft weiter“, stöhnt der Pechvogel unter der mental erdrückenden Verletzungslast. „Die einen fahren heute weg und ich sitz’ daheim. Dabei haben wir so eine geile Truppe“, gibt er den Kollegen auf der Fahrt nach Klagenfurt mit auf den Weg.

Bei den Kärntner Rotjacken steigt heute Teil eins des 24-stündigen Auswärts-Doppelpacks, der dann am Samstag in Laibach seine Fortsetzung findet. Von zu hoher Belastung will Coach Danny Naud nicht sprechen: „Das ist alles Kopfsache.“ Motto: Sei der Kopf stark, könne dies auch der Körper sein.

Und das lebendige Beispiel nach dieser Botschaft sitzt direkt neben Naud. Marek Malik fühlt sich nach seiner Knöchelblessur wieder bereit, die HCI-Defensive zu lenken. „Ich fühle mich gut.“ Nur frühmorgens wird der Tscheche ab und zu an sein „Alter“ (38) erinnert, als Ex-NHL-Crack und Vollprofi weiß er aber längst, wie das Gebot der Stunde lautet: „Gut essen, gut schlafen, gut regenerieren, gut dehnen ...“ Jeder müsse zuerst auf sich und, wenn überhaupt, erst dann in die Runde schauen: „Wir können überall gefährlich sein, wenn wir im Team unserem System folgen. Wenn ein paar links oder rechts ausbrechen, wird’s schwer“, weiß Malik nach zwölf Runden, dass die Haie ein starkes Kollektiv benötigen, um in der Tabelle anzuschreiben. „Die kleinen Details waren zuletzt bei knappen Niederlagen gegen uns. Es gibt gute und weniger gute Phasen. Man muss halt bei jedem Training, bei jedem Spiel arbeiten. Sogar wenn du viel Talent hast, musst du noch härter an dir arbeiten“, weist er seine tadellose Einstellung aus: „Wir müssen geduldig und positiv bleiben.“

Dass den KAC Verletzungssorgen plagen, lässt Naud kalt. „Die fighten immer um alles. Wir brauchen nicht spekulieren.“ Dann seien die ersten Auswärtszähler in der neuen Saison in Klagenfurt oder Laibach „durchaus möglich“. Kapitän Patti Mössmer (Fußverletzung) wird wohl in gewohnter Manier die Zähne zusammenbeißen. Beim KAC könnten Jamie Lundmark, Tyler Spurgeon und David Schuller zurückkehren.


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