500 Euro Strafe für Zeugin

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Innsbruck –Ladungen von Behörden sollte man Folge leisten. Insbesondere, wenn diese von der Justiz ausgesandt werden. Stehen und fallen doch Verfahren und Prozesse mit dem vollzähligen Erscheinen der Parteien.

Wie vor einigen Tagen am Landesgericht, wo ein Prozess um Gewalttätigkeiten innerhalb einer Beziehung nun schon zum dritten Mal vertagt werden musste, da sich jeweils eine der Parteien nicht zum Prozess bequemte. Erst war der Mann nicht vor Richter Andreas Mair erschienen. Nachdem ihn nun aber auch die Frau zum zweiten Mal unentschuldigt versetzte, griff der Strafrichter zum berüchtigten Mittel der Ordnungsstrafe. So muss die Zeugin für ihr unentschuldigtes Fernbleiben stolze 500 Euro bezahlen. Laut Strafprozessordnung hätte Mair bis zu 1000 Euro verhängen können.

Die Zeugin hätte es dabei noch schlimmer treffen können. Sieht das Gesetz doch vor, dass man bei einem solchen Ausbleiben auch für entstandene Kosten zu haften hat – dumm, wenn zehn Zeugen aus Kufstein umsonst die Fahrt zum Gericht antreten mussten.

Die Dame wird nun zum nächsten Prozesstermin übrigens von der Polizei zu Hause abgeholt. Wann, wird nicht verraten. (fell)


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