Gschmackige Äpfel mit edlem Kürbis vermischt

Ganz im Zeichen von heimischem Obst und Gemüse stand die St. Johanner Weitau. Die Vielfalt überraschte nicht nur die Schüler.

Von Verena Hofer

St. Johann i. T. –Ingwer, Kartoffeln, Kren, Pastinake sowie weißer und schwarzer Rettich befinden sich verdeckt in der Holzkiste. Das Raten bei der Kraut-und-Rüben-Station fällt schwer. „Durchschnittlich bringen die meisten fünf von zehn heimischen Kraut- und Rübensorten zusammen“, erklärt Anna Landmann. Die Schülerin betreut mit ihren Klassenkameraden der 2a in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt (LLA) Weitau den Obst-und-Gemüse-Tag. Organisiert wird dieser in Zusammenarbeit mit dem ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) und der Landwirtschaftskammer (LK).

Der gesamte Aufenthaltsbereich der Schule war gestern in verschiedene Stationen unterteilt. Beim Durchgehen wird beim Salatkönig gestoppt. Elf zumeist grüne Köpfe präsentieren die Tiroler Vielfalt. Namentlich erkannt werden von den Besuchern zwischen acht und neun Sorten. „Schwierigkeiten bereiten Chicorée und Radicchio“, erklärt Jennifer Koller.

Der erstmals in der Weitau veranstaltete Obst-und-Gemüse-Tag findet unter dem Motto „Knackig, saftig, gschmackig“ statt. Gleichzeitig ist dies das Jahresmotto des LFI. „Wir wollen um den Welternährungstag (16. 10.) ein kräftiges Lebenszeichen geben“, sagt Organisatorin Evelyn Darmann und ergänzt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass gute Lebensmittel vor der Türe wachsen. Insgesamt ist die Veranstaltung die fünfte im heurigen Jahr, die tirolweit durchgeführt wurde. Interessierte aus dem Bezirk Kitzbühel und Kufstein folgten der Einladung. Als anerkannter Experte hielt Ralf Kölber einen Vortrag zum Thema „Eine Reise durch unsere Kochkultur“. Damit diese mit allen Sinnen erlebt werden konnte, wurde in der Schulküche gewerkt: Weitauer Krapfen, Zwetschkenkuchen, verschiedene Salate mit Fisch und Ziegenkäse luden zum Essen ein.

Dass heimische Lebensmittel auch in der Schulküche vorkommen, erklärt Direktor Franz Berger: „In der eigenen Küche wird alles immer frisch für 350 Schüler zubereitet.“ Die Naturkreisläufe werden im Unterricht vermittelt. Süße heimische Früchtchen gab’s zum Probieren. Zum Test standen vier verschiedene Marmeladen, die mit verbundenen Augen gekostet wurden. Die Geschmacksvielfalt bei der Sorte Apfel-Kürbis überraschte. „Das ist die schwierigste Sorte zum Raten“, sagt Clara Nitz.


Kommentieren


Schlagworte