Aus für Ticketsteuer soll 3360 Airline-Jobs bringen

Wien, Innsbruck – Auf dem Markt matchen sie sich als erbitterte Konkurrenten um die Passagiere, im Kampf gegen die Ticketsteuer aber treten ...

Wien, Innsbruck –Auf dem Markt matchen sie sich als erbitterte Konkurrenten um die Passagiere, im Kampf gegen die Ticketsteuer aber treten die AUA und die Air-Berlin-Tochter Niki geschlossen auf. Beide Airlines mit dem Heimatflughafen Wien fordern wieder einmal die Abschaffung der Flugabgabe.

Passagiere zahlen derzeit bei Abflug in Österreich auf der Kurzstrecke 7 Euro an den Staat, auf der Mittelstrecke 15 Euro und auf der Langstrecke 35 Euro. Bei Billigtickets können die Fluggesellschaften die Steuer nicht auf den Fluggast abwälzen, sondern müssen die Kosten selbst tragen. Laut AUA-Boss Jaan Al­brecht könnte die Steuer dafür ausschlaggebend sein, ob es die finanziell angeschlagene Airline schafft, heuer in den schwarzen Zahlen zu landen. „Studien renommierter Institute belegen, dass der heimischen Luftverkehrswirtschaft durch die Flugabgabe etwa 1,1 Millionen Passagiere pro Jahr entgehen“, sagt Julian Jäger, Vorstand des Flughafens Wien, die Abschaffung der Steuer könnte rund 3300 neue Arbeitsplätze und damit Steuereinnahmen von 6,5 Millionen Euro bringen.

Vor allem Regional-Airports würden unter der Steuerbelastung leiden. Billigflieger wie Ryanair hatten wegen der Abgabe schon zahlreiche Verbindungen nach Salzburg oder Klagenfurt gestrichen. „2012 haben alle Bundesländer-Flughäfen ein Minus verzeichnet“, erklärt Gerhard Kunesch, Geschäftsführer des Flughafens Linz. (TT, APA)

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