Die Essenz eines Lebens in einem Roman

Stams, Imst – Das Aufarbeiten eines persönlichen tragischen Schicksals funktioniert nachweislich am besten, wenn man darüber spricht. Den Sc...

Stams, Imst – Das Aufarbeiten eines persönlichen tragischen Schicksals funktioniert nachweislich am besten, wenn man darüber spricht. Den Schritt der Lebensbewältigung über ein Buch mit dem Titel „Gewachsen im Schatten“ hat die bekannte Imster Autorin Annemarie Regensburger gewählt und um es vorwegzunehmen, als eine bekannt gute Schreiberin ist ihr Werk zu einem empfehlenswerten Stück Literatur geworden. Nach vier Jahren war es am Donnerstag so weit. Annemarie Regensburger präsentierte ihren beim Tyrolia-Verlag erschienenen Roman in der bis zum letzten Stehplatz besetzten Orangerie des Stiftes Stams.

Der autobiografische Roman, im Untertitel als eine Geschichte der Befreiung bezeichnet, ist die Aufarbeitung einer tragischen Kindheit und Jugend, ist ein zeitgeschichtliches Dokument über die Rolle der Frau in der Nachkriegszeit bis heute, ist ein fundiert kritischer Blick auf die Macht und jene, die glauben, sie zu haben, und ist letztlich auch eine Liebeserklärung an die Heimat.

Auf wunderbare Weise gelingt es Regensburger, neben dem Schatten das Licht zu entdecken, Reflexionen, Erinnerungen, Gehörtes, Geträumtes, assoziativ ins Bewusstsein Geholtes zu befunden und das Essenzielle herauszufiltern. (hau)

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