Schweißarbeiten als Auslöser für Großbrand bei voestalpine

Man gehe von menschlichem Versagen im Zuge der Schweißarbeiten aus, so ein Voest-Sprecher.

Am Mittwoch ist auf dem Gelände des Stahlerzeugers voestalpine in Linz Feuer ausgebrochen.
© APA/Werner Kerschbaummayr

Linz - Schweißarbeiten haben den Großbrand mit einem Toten am Mittwoch auf dem Gelände der voestalpine AG in Linz ausgelöst. Das hätten Ermittlungen der Sachverständigen ergeben, bestätigte die Pressestelle der Polizei Oberösterreich einen Bericht der „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN) am Samstag.

Das Feuer sei durch das Abtropfen von Schweißperlen entstanden, so die Brandermittler. Die drei Arbeiter hatten Wartungsarbeiten im Kühlturm durchgeführt, „dabei dürfte etwas runtergetropft sein, ohne dass sie es bemerkt haben“, wurde ein Ermittler zitiert.

Auch seitens der voestalpine seien die Ermittlungen am Freitag abgeschlossen worden, so Voest-Sprecher Peter Felsbach. Man gehe von menschlichem Versagen im Zuge der Schweißarbeiten aus. Angaben zur Schadenshöhe gebe es noch nicht, so Felsbach.

Die drei Männer einer Leasingfirma hatten Mittwochnachmittag Reparaturarbeiten in der Kühlanlage durchgeführt. Während seine beiden Kollegen in der Nähe der Tür standen und sich retten konnten, kam für den 38-jährigen Linzer jede Hilfe zu spät. Ihm dürfte aufgrund der starken Rauchentwicklung und des Feuers der Fluchtweg versperrt gewesen sein. (APA)


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