Indonesiens Präsident von Australien belauscht
Laut den verschlüsselten Unterlagen von Edward Snowden nahmen die Spione auch Yudhoyonos Frau und weitere Regierungsmitglieder ins Visier.
Jakarta – Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono ist Medienberichten zufolge Ziel eines australischen Lauschangriffs geworden. Der Nachrichtendienst DSD habe versucht, Handy-Telefonate des Staatsoberhaupts mitzuhören, berichteten die australische Ausgabe des Guardian und der Rundfunksender ABC am Montag unter Berufung auf Dokumente von NSA-Aufdecker Edward Snowden.
Laut den verschlüsselten Unterlagen aus dem Jahr 2009 nahmen die Spione auch Yudhoyonos Frau und hochrangige Regierungsmitglieder ins Visier.
Die Berichte könnten die Beziehungen der beiden Staaten zusätzlich belasten. Im vergangenen Monat hatten Medien berichtet, dass australische Botschaften quer durch Asien, darunter auch in Indonesien, eine Rolle bei einem von den USA geleiteten elektronischen Überwachungseinsatz gespielt hätten.
Das australische Außenministerium und das indonesische Präsidialamt lehnten eine Stellungnahme zu den jüngsten Berichten ab.
Auch ein Handy der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel soll von den USA ausspioniert worden sein. Im Laufe des Tages sollte der Deutsche Bundestag über die Abhöraktionen des US-Geheimdienstes NSA in Deutschland und die Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen debattieren. (APA/Reuters)
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