Telfer Ice-Art-Arena droht mit Jahresende das Aus
Die Gemeinde Telfs drängt bei Land und Stadt Innsbruck auf eine rasche Lösung. Bereits grünes Licht gibt es für das Kletterzentrum.
Von Nikolaus Paumgartten
Telfs –Bürgermeister Christian Härting ist mit seiner Geduld am Ende. Eine Tatsache, mit der der Telfer Ortschef auch bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates nicht hinter dem Berg hielt. Seit Monaten ringen Land Tirol und Stadt Innsbruck um eine Lösung für jene halb fertig gebaute Eishalle, die der private Investor Georg Ganner initiiert und auf Telfer Gemeindegrund gestellt hatte, ehe ihm im heurigen Frühjahr das Geld dafür ausging.
Für Bürgermeister Härting hat sich an den damals geschlossenen Vereinbarungen nichts geändert: Telfs wird weder bei der Fertigstellung der Ganzjahres-Eishalle mitzahlen, noch den zu erwartenden jährlichen Abgang im Betrieb abfedern. Selbst wenn – wie derzeit angedacht – sich auch die Gemeinde Telfs in eine Auffanggesellschaft einbringen sollte. Ebenso gültig ist für Härting jene 250.000-Euro-Rückbaugarantie des Landes, die im Falle des endgültigen Scheiterns des Projektes schlagend wird. Die Gemeinde werde also so oder so ohne finanzielle Einbußen bleiben, versicherte Härting einmal mehr seinem Gemeinderat.
Dass sich Land und Stadt Innsbruck bis heute nicht darauf geeinigt haben, wie die noch fehlenden zwei Millionen Euro für die Halle bereitgestellt werden sollen, stößt Härting sauer auf. So soll die Stadt lediglich bereit sein, laufende Abgänge über den Kauf von Eiszeiten zu subventionieren. „Ich gehe davon aus, dass es eine Lösung geben wird, wir sind laufend in Gesprächen“, erklärt Härting. „Bis 20. Dezember will ich aber Klarheit, sonst steigen wir aus dem Vertrag aus und ziehen die Option der Rückbaugarantie“, erhöht Härting den Druck.
Einen Schritt weiter ist hingegen seit Freitag das neben dem Telfer Sportzentrum geplante und vom Oesterreichischen Alpenverein (OeAV) initiierte Kletterzentrum. Die Kosten für das 1,7-Millionen-Euro-Projekt teilen sich die Gemeinde Telfs und das Land Tirol mit jeweils 600.000 Euro, 200.000 Euro kommen vom Tourismusverband und 300.000 Euro trägt der OeAV. Die Planungen der Anlage stammen von der Architekturhalle Wulz-König in Telfs. Mit einer Stimmenthaltung hat der Telfer Gemeinderat dem Vorhaben seine Zustimmung erteilt.
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